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Friedrich Wilhelm der Dritte
Entstehung
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Bei Vielen war es sogar zweifelhaft, ob sich dieVerhältnisse würden erhalten lassen, die sich seit einemzehn- und zwanzigjährigen Regimente in der Gesellschaftgebildet, und ob man nicht lieber gleich das Alte wiedereinführe, so wie es früher gewesen.

Preußen ist dadurch sehr vielen Verwickelungen ent-gangen, daß es das Vorhandene überall anerkannt undder Zeit nicht zugemuthet hat, eine rückgängige Bewe-gung zu machen.

Es führt immer zu einer großen Verwirrung in denbürgerlichen Verhältnissen, wenn Gesetzen eine rückwir-kende Kraft beigelegt wird.

Das Jahr 4817 wurde merkwürdig durch die Ein-setzung des Staatsrates, welche der König schon imJahre 4840 verheißen hatte, die aber durch den Gangder Begebenheiten bis jetzt war verzögert worden.

Schon unterm 3. Juni 4844 hatte der König einStaatsministerium angeordnet und das Nähere hierüberin einem offenen Briefe an den Staatskanzler festgestelltIn diesem Briefe bestimmte der König, daß das Ver-hältniß des Staatskanzlers dasselbe bleiben solle, wases bis jetzt gewesen, daß in seiner Hand fortwährend dieganze Staatsverwaltung liegen, daß ihm jeder Bericht derMinister ohne Ausnahme zugeschickt werden solle, wodann der Staatskanzlcr dem Könige entweder selber Vor-trag darüber machen, oder aber solches auch den Mini-stern überlassen könne, wie er dieses für gut finde.In demselben offenen Briefe bestimmte auch der König,daß der durch die Verordnung vom 27. Oktober 4810angeordnete Staatsrath, sobald wie möglich in Wirk-