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Friedrich Wilhelm der Dritte
Entstehung
Seite
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sich frei bewegen konnte, sich stets unter die Hand desje-nigen stellte, dem es am meisten trug, — daß es dieFreiheit der Gewerbe war, die alles Zunft- und Gilde-zwangs entlassen, sich nun den Boden gesucht hatten,wo sie am leichtesten leben konnten, und daher angefan-gen, sich aufs Land zu zerstreuen, und den Ackerbau zudurchdringen, — daß eben der Ackerbau das Hauptge-werbe der Nation scy, daß er allein das Achtfache vondem trage, was die übrigen Gewerbe der Nation zusam-mengenommen tragen, und daß also jede Gesetzgebung,die dem Ackerbau günstig ist, die Nation ungemein be-reichern müsse, eben weil sie sein Hauptgcwcrbe begün-stigt. — Auch hatte man eine ahnliche Erfahrung an dennordamerikanischen Freistaaten gemacht, deren Bevölke-rung sich alle zwanzig Jahre verdoppelt, eben durch dieschnelle Zunahme des Ackerbaues, da der Ackerboden dortfrei ist, und nie in Gutsnerus oder Lehnwescn verstricktwar.

Fremde, die Frankreich bereisten, nachdem sie Eng-land bereist hatten, fanden, daß in beiden Landern derBauer seine Rolle getauscht habe, daß der französischewohlhabend geworden und der englische, ungeachtet sei-ner Kornbill, verarmt sey. Auch dieses war begreiflich, dader Ackerboden in England noch in den Banden des Lehn-wescns liegt, das in England seit Wilhelm dem Erobe-rer fortbesteht *).

>) Die Wohlhabenheit der untern Volköklassen kann man immernach den Verbrechen beurtheilen, die sie begehen, denn diemeisten sind Folge des Elends, daher denn auch i» theueri,Iahren die Anzahl der Verbrecher in dem Grade zunimmt,in welchem das Elend der untern Volksklassen steigt, wie

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