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Friedrich Wilhelm der Dritte
Entstehung
Seite
47
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Zeder Stand fordert jetzt abgesondert, den Bei-stand der höchsten Gewalt, und jedes Gute, jedesRecht, das dem einen widerfährt, betrachtet derandre als eine Zurücksetzung,

So leidet der Gcmeingeist und das Vertrauenzur Regierung, Diese Ansicht hat mir die Meinungvon der Notwendigkeit der Reformation des Adelsveranlaßt. Die Verhandlungen darüber liegenihnen vor.

Durch eine Verbindung des Adels mit den an-dern Standen wird die Nation zu einem Ganzenverkettet, und dabei kann das Andenken an edleHandlungen, welche der Ewigkeit werth sind, ineinem höhern Grade erhalten werden.

Diese Verbindung wird zugleich

6) die allgemeine Pflicht zur Verteidigung des Vater-landes lebhaft begründen, und auch diese Allge-meinheit muß notwendig gleichen Eifer für die Re-gierung in jedem Stande erzeugen.

Nur der Bauernstand wird deshalb, weil erdurch Erbunterthänigkeit so lange zurückgehaltenwurde, einiger positiven Unterstützung zur Erhö-hung seines persönlichen Werthes noch bedürfen.

Hiezu zahle ich,

7) die Aufstellung gesetzlicher Mittel zur Vernichtungder Frohnen. Bestimmte Dienste, die der Besitzerdes einen Grundstücks dem Besitzer des andernleistet, sind an sich zwar keine Uebel, sobald per-sönliche Freiheit dabei Statt findet. Diese Diensteaber führen eine gewisse Abhängigkeit und willkühr-liche Behandlung der Dienenden mit sich, die demNationalgeiste nachtheilig ist.