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Heinrich Heine : Aus seinem Leben und aus seiner Zeit
Entstehung
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221
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Franeois Mignet. 221

Rede ganz ausschließlich ... Ja, das war die Stimme des Geschichtsschreibers, deswirklichen Chefs von Mos Archiven, und es schien, als hielte er in den Händenjene ewigen Tabletten, worin die strenge Göttin bereits ihre Urteilssprüche an-gezeichnet. Nur in der Wahl der Ausdrücke und in der mildernden Betonungbekundete sich manchmal die traditionelle Lobpflicht des Akademikers . .. Die ganzeRede von Mignet dürfte Ihnen in kurzem gedruckt zu Gesicht kommen, und dief ülle des Inhalts wird Sie alsdann gewiß erfreuen? aber nimmermehr kann diebloße Lektüre den lebendigen Vortrag ersetzen, der, wie eine tiefsinnige Musik, imZuhörer eine Reihenfolge von Ideen anregt". Im darauffolgenden Jahre wohntHeine wieder der Akademiesitzung bei, und in seinem Bericht vom 2. Juni 1842schreibt er über die Rede Mignets:Wie in allen seinen Erzeugnissen, beurkundeteMignet auch hier ein schönes, großes Darstellungstalent, seine bewunderungs-würdige Kunst des Auffassens aller charakteristischen Zeitmomente und Lebens-verhältnisse, seine heitere, klare Verständlichkeit, sein reiches Gefühl und seine stand-hafte, jugendlich blühende Begeisterung für das Heil der Menschheit".

Im Jahre 1843 besucht Heine abermals die feierliche Sitzung in der Rotundedes Palais Mazarin? wieder macht er sich über die alten Akademiker lustig, wiederlobt er Mignet, der ihm in solchen Momenten immer wie ein Hirt vorkommt, derseine Herde mustert.Sie gehören ihm ja alle, ihm, dem Perpetuellen, der sie alleüberleben und sie früh oder spät in seinen Lreois lüstoi-iynss sezieren und ein-balsamieren wird Obgleich Mignet seine Reden Ureeis lüstorchnss nennt, so

sind sie doch noch immer die alten »UloZss«, und es sind noch dieselben Kom-plimente aus der Zeit Ludwigs XIV., nur daß sie jetzt nicht mehr in gepudertenAllongeperücken stecken, sondern sehr modern frisiert sind. Und der jetzige LssretuirsI>i!rxewöl der Akademie ist einer der größten Friseure unserer Zeit und besitzt den rechtenChic für dieses edle Gewerbe. Selbst wenn an einem Menschen kein einziges gutesHaar ist, weiß er ihm doch noch einige Löckchen des Lobes anzukräuseln und den Kahl-kopf unter dem Toupet der Phrase zu verbergen". Nach diesen scherzhaften Sätzenschließt Heine mit einer Lobeshymne aus Mignet als Mensch wie als Gelehrter.

Es ist geradezu unbegreiflich, wie der jüngste Biograph Mignets, EduardPetit, die Aeußerungen Heines über Mignet so absolut und gründlich mißver-stehen konnte, daß er sich bis zu der Behauptung verstieg!IM esi-iv-ün, surtout,

se ckistüiAnu pai' los öpriAiwrmss, yu'il wAuiss, oontre NiZnet: Henri Heine. Il ^oussnls psrsilluAs jusyu'n l'ineoiivengnes". Und dann weiter:D'on seilt i> truvsrs sespuroles 1'kÜAi'lZur cl'un rivul seonclnit. Heins, clsvuit psnssr ü Uwe. cks Lelchojosogusnck il Innluit ltÜAnet (l'epiAruinmss i il ss vsnZsuit cl'slls snr lui. (loinbien lespintusl ebronchusnr eckt inontrs plns cl'ssprit, s'il uvnit oonvsrt cks jnstes eloZes sonbeul'sux eoneurrent? "