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Heinrich Heine
Entstehung
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XX, Der Zusammenbruch

Öffentlichkeit auch schon gerichtet waren. Seine Eitelkeit feierteTriumphe, Er führte den Kampf, dessen Seele er allmählich wurde,mit derselben Energie wie später den Prozeß der Gräfin Hatzfeld,aber auch mit einer Frechheit, die Heines höchste Bewunderung er-regte, „In Vergleichung mit Ihnen", so schrieb er seinem „teuerstenWaffenbruder", „bin ich doch nur eine bescheidene Fliege."

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß sich derDichter trotz aller „Mistkarren von Dreck" in diesem Kampfe ganzwohl fühlte. Er befand sich auf seinem „eignen Felde" und trotzder schweren Leiden, die ihn bedrückten, war er unermüdlich imAushecken von neuen Plänen, Listen und Weisungen an seine Ge-treuen in Deutschland. Er genoß seine Rache, gegen die der Millionärsich nur plump zu wehren verstand, Heine war rachsüchtig. „Wennder liebe Gott mich ganz glücklich machen will", sagte er einst,„läßt er mich die Freude erleben, daß an den Bäumen etwa sechsbis sieben meiner Feinde aufgehängt werden. Mit gerührtem Herzenwerde ich ihnen vor dem Tode alle Unbill verzeihen, die sie mirim Leben zugefügt haben." Die Rachsucht trieb ihn beinahe überdie Grenzen, die er selbst dem Kampfe gesteckt hatte. Er verfaßteein „entsetzliches Memoire", das, wenn es erschien, jede Versöhnungunmöglich machte. Er schrieb darüber an Campe: „Meine Pensionachte ich für verloren, und ich schlage sie in die Schanze. Ich, wiemir meine Ärzte (vr. Roth und vr. Sichel) aus Freundschaft ge-standen und weil sie wissen, daß ich ein Mann bin, den der Todnicht schreckt, ich habe nicht lange mehr zu leben, und meine Fraugeht alsdann ins Kloster und lebt von dem geringen Jahrgeld,das Sie ihr geben. Die Geldfrage tritt in den Hintergrund, ichbin ruhig, seit ich alles getan, was ein Mensch tun darf aus Liebe,ja mehr, und der Genius vollbringt das aufgedrungene Tagewerkder Fatalität." Bei besserer Überlegung zog es der Genius vor,das Werk zu unterlassen. Die heroische Anwandlung verflog schnell,weder war Mathilde geneigt, ins Kloster zu gehen, noch ihr Gattebereit, zu verzichten, solange ihm eine Aussicht auf Erfolg undLeben blieb. Er unterließ jeden Schritt, der einen völligen Bruch