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Heinrich Heine
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Von München nach Genna

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nach Genua" verhältnismäßig harmlos ausgefallen, harmloser alsdie ersten Reisebilder, weniger scharf in den politischen und per-sönlichen Ausfällen. Die satirische Schilderung Münchens undBerlins in den ersten Kapiteln, die offenbar in der erfreulichenStimmung von Lucca verfaßt wurde, ist von dem Humor derHarzreise" getragen und erheitert mehr als daß sie verletzt. DieAngriffe gegen Adel und Klerus wiederholen nur längst Bekanntes,und das politische Programm, das Heine auf dem Schlachtfeldvon Marengo ablegt, ist so, daß es jeder Liberale mit gutem Ge-wissen hätte unterschreiben können.

Seine Ansichten über Napoleon hat derletzte Schläger derBvna-partisten" sogar recht gemäßigt. Die Vorstellungen der Freunde wegenseinerblindenVergötterung Napoleons, vorallemdieVarnhagens, diesesehemaligen Kämpfers aus den Freiheitskriegen und Biographen desFürsten Blücher, waren nicht ohne Eindruck geblieben. Heine unter-scheidet jetzt zwischen den Handlungen und dem Genius Napoleons. Ergibt zu, daß er die Freiheit verriet, als er sich die Krone aufsetzte, unddaß er der Feind der bürgerlichen Gleichheit aus schnöder Vorliebefür die Aristokratie diesen Verrat beging. Von dem großen Menschen,dem Bändiger der Revolution und Bezwinger Europas bleibt nur eineblasse Idee übrig, der die Freiheitschwärmer in ganz Europa hul-digten und huldigen konnten, gerade weil sie so abstrakt war. DerVertreter der liberalen Sache in ihrer ungetrübten Reinheit istCanning, aber da die bösen Tones diesen Märtyrer der Freiheitzu Tode gehetzt haben, so ernennt Heine den Zaren Nikolaus zumRitter Europas", zumGonfaloniere der Freiheit". Rußland nahmsich damals der Sache der Griechen an und trat dadurch in einenGegensatz zu all den Mächten, die der Dichter als antiliberal be-trachtete. Die Tories unter Wellington, das Österreich Metternichs,die päpstliche Kurie, Rothschild und mit ihm die Börsen aller Länderbegünstigten und wünschten de^ Sieg der Türkei, aber von dieserpolitischen Gegnerschaft bis zu der Behauptung, daß die russischeRegierung von denliberalen Ideen unserer neuesten Zeit" durch-drungen sei, ist ein Gedankensprung, wie er seltsamer wohl von keinem