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Aus dem Leben Heinrich Heine's
Entstehung
Seite
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mal im Jahre 1829 wegen eines ganz gering-fügigen Anlasses eine ähnliche Botschaft.*) Wie erjedoch die Freundin bald darauf durch eine Fülleblühender Rosen versöhnte, so kam er auch wenigeTage nach dem mitgetheilten Briefe wieder zu Sethe,ohne den Inhalt irgend in Erinnerung zu bringen.

Sethe mußte jedoch noch vor Ende des JahresBerlin verlassen; er wurde als Referendar an dieRegierung in Münster versetzt. In dieser selbenStadt am Oberlandsgericht arbeitete damals auchder schon mehrerwähnte Universitätsgenosse Stein-mann, zugleich Literat, ein Vielschreiber von nichteben glänzender Begabung, zu dem aber Heineimmer noch eine gewisse Beziehung erhielt. Indein Verhältnis) zu solchen literarischen Freundenerscheint sein Charakter von einer außerordentlichenMilde und Treuherzigkeit. Allem irgend Leidlichen,was sie hervorbringen, zollt er die freundlichste An-erkennung, ist aber doch wieder zu ehrlich, als daßer verschweigen könnte, was sich mit seinem ästhe-tischen Gewissen nicht vereinbaren läßt. Ich wüßte

Strodtmann, Heine's Leben I, S79.

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