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1,2 (1806)
Seite
304
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gewöhnet hat, Hieb 22, 21. (Heb.) Hatte exsich genannt, so würde ihm, um sein Werk zu ver-nichten, eine listige Schlange die Begierde zuglänzen und 'zu pralen vorgeworfen haben-Und der rechtschaffene Fromme soll doch ernstlichallen bösen Schcin meiden. 1 Thess. 5, 22.Wie auch ein gewisser Mann hievon weislichschreibt: „Mache nicht viel Wesens und Pralensmit deiner Frömmigkeit, mit deinenVerlaugnmi-gen , mit deinen innern Empfindungen und Erfah-rungen. Dein Geheim» iß laß zwischenGott und deiner Seele bleiben."

Wenn aber besonders, wie ich nach obigem Er-weis glauben muß, der Psalm eine Denkschriftdes redlichen Daniels ist, so können auch Höf-linge und Minister der Könige hier sehen, wie dieexemplarische Gottseligkeit selbst bey Hofevollkommen möglich sey. Doch wir wissenvis ohnehin aus der historischen Erzählung Da-niels in seinem Buche, welches er darum nichtweniger selbst geschrieben hat. Denn was Kap.6, 10. Ii. steht, das mußte er da nothwendig be-rühren, weil es der Grund der Anklage wider ihnward. Und er sagt ja keine Silbe, um sich selbstzu loben, weil er wußte, daß es ohnehin seinePflicht war, so zu handeln, wie er gehandelthat- S. Luc. 17, 10.

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