Sal Sau
Salpeter soll, nach des Italieners Giovene Behaup-tung (IZibli cnI,. Itnlisna 1822) natürlich wie knustlich durch gal-vanische Einwirkung erzeugt werden; denn wenn man die Zer-setzung organischer Körper dafür annimmt, gibt es keinen zurei-chenden Grund für die damit verbundene Eristenz des Kali's,der Salz - und der Schwefelsaure. Die Salpetersäure laßtsich nicht wasserfrei herstellen, denn sie ist ein Hudrar, far-benloö, tropfbar flüssig, von 1,54 specifischer Schwere, sehrätzend, von einem brennenden sauren Geschmack, wirkt sehr starkauf die meisten Metalle — sie ist daher, mit 1 bis 2 TheilenWasser verdünnt, unter dem Namen Scheide wasser bekannt— und zerstört die organischen Körper. Mit der Hälfte ih-rer Menge Salzsäure vermischt, entwickelt sie Wärme, brausetauf und bekommt eine Orangenfarbe. Siehe oben unter demsel-ben Artikel S. 11k.
Salve, das gleichzeitige Abfeuern einer Anzahl Geschützeoder Feucrgewehre, gewöhnlich bei festlichen Gelegenheiten, wojene blind geladen werden. Gegen den Feind, mit scharfen La-dungen, heißt es eine Lage, welcher Ausdruck besonders vomSeewesen her genommen ist, oder eine General-Decharge.
Salzsäure fauch Hpdrochlorinsänre), ist im tropfbarflüssigen Zustande, ungefärbt, von heftigem stechendem Geruch,und besteht nach Davp'S neuesten Versuchen aus Chloriue undWasserstoff. Orydirte Salzsäure; s. Chlorine.
Sandarak, ist ei» indisches Harz, das in weißen tro-pfenförmigen Körnern zu uns kommt, und ziemlich klar, beinahedurchsichtig erscheint.
Sauerstoff (tlx^Asno) hat weder Farbe noch Geruchoder Geschmack, unter allen Gasarten die wenigste Brcchbarkeitdes Lichtes und ist in der ganzen Natur in großer Menge ver-breitet, wo er bald elastisch, bald flüssig, bald starr, immer mitanderen Stoffen verbunden erscheint. 100 Würfelzoll Sauer-stoff wiegen 33,88 Gran; seine Wärme-Kapacität verhält sichzu der Kapacität der atmosphärischen Luft wie 1,0000:1,1168.1) Mit dem Stickstoff geht er sechs verschiedene Verbindun-gen ein, welche s) atmosphärische Luft, l,) orydirtes Stickgas,o) Salpetergas, 6) untersalpetrige Saure, e) salpetrige Säure,und k) Salpetersäure geben. 2) Mit dem Wasserstoff bil-det er das Wasser, als eine ungefärbte, geschmacklose, durch-sichtige und «nentzündbare Flüssigkeit, die bei 32° F. fest wird(zu Eis) und bei 212° F. sich in Dampfe auflöst, wo es ei-nen 1700 Mal größern Raum anfüllt, als vorher; dagegen läßtes sich bei einem Druck — 100 Atmosphären um 1 Proc. zu-sammendrücken. Als Desaignes einen schnellen und heftigenStoß auf das Wasser that, sah er ein Helles Licht sich ent-