Hlff Per
der Perknssionsgewchrc, durch den ein Anfall verhindert wird,wie 1813 bei dem Treffen bei Dresden, wo eine ganze DivisionOesterreichcr ohne allen Widerstand in die Hände der franzö-sischen, polnischen nnd sächsischen Kavallerie siel, weil der hef-tige Regen das Feuern mit dem kleinen Gewehr verhinderte undArtillerie nicht vorhanden war. Vermittelst des umgebogenenRandes der Zündhütchen geschah das Ergreisen und Aufsteckenderselben bei der Nacht ohne Aufenthalt; und der Gebranch desGewehres, mehrere Monate hindurch, .zu Bewachung der Sträf-linge, geladen und mit aufgesetztem Zündhütchen, Hahn in derRuhe, wie es bei dem Fclddicnst ebenfalls öfter, ja gewöhnlichvorkommt, hat keinen Nachtbeil gezeigt, und spricht nicht gegendie Anwendbarkeit des Perknssionsschlosses. Stellt mannnn die Borthcile nnd Nachtheile desselben gegen einander, umsie mit den des gewöhnlichen Soldatengcwehres mit einem Fener-schlosse, t r i ch t e r so r m i g e m Z n ndloche, zum Selbstbeschnttcnder Pfanne, nnd cylindrifchem Ladestock zu vergleichen; so sind,abgesehen von letzterm, der beiden Gewehren gemein ist, dieVortheile der Perkussionsgewehre: 1) daß der Regen keinen,oder doch nur sehr geringen Einfluß ans das Losgehen des Schus-ses äußert; 2) der Wind, welcher bei den Steinschlösser» soleicht das Zündkrant von der Pfanne fuhrt, hindert hier beidem Zündhütchen die Entzündung nnd das Zlisammenbreniiender Ladung nicht; 3) die Gefahr des unwillkürlichen Losgehensist nicht großer, als bei den Steinschlbssern. (?)
Nachtheile derselben sind: 1) Eben das leichte Detoni-ren der mit Knallquecksilber bereiteten Zündhütchen, besonderswenn sie mit keinen Kupferplättchen bedeckt sind, nnd die großeHeftigkeit, womit das geschieht; 2) daß die Zündhütchen oft ansdem Piston des Gewehres hängen bleiben und nur mit Müheund nie mit der bloßen Hand losgemacht werden kbnnen; oder3) wenn sie zu weit sind, leicht von selbst abfallen und dadurchdas Absenern des Gewehres hindern. Sie müssen demnach sofest mit den Wänden am Piston hangen, daß sie bei fertiggemachtem Gewehre, und allen Bewegungen des Einzeln-Ge-fechtes — ohne den Hahn vorzulassen, sitzen bleiben und unterkeiner Bedingung herabfallen können. 4) Die der Gesundheit,vorzüglich den Augen schädlichen Dämpfe, welche das Knall-qnccksilber bei dem Detoniren von sich gibt, und die bei demFeuern ans den gewöhnlich zu engen Gallericn und Kaponirendoppelt nachtheilig werden. 5) Die Besorgniß, der Soldat werdein der Uebereilnng und in der Hitze des Gefechts dasZündhütchen nicht richtig aufstecken, (i) Endlich geschehe es bis^weilen bei dem Ererziren:
1) Daß der Hahn oder der Piston absprang, wenn jenerabgedrückt ward, ohne de» Piston durch eine darauf geschobene