Druckschrift 
Suppl. (1831) Supplementband A - Z
Entstehung
Seite
340
Einzelbild herunterladen
 

550 Las

ren-, Küsten- oder Walllafetten, unter welchem Artikel sienäher beschrieben sind. Anch von den gewöhnlichen Feldlafettenist oben im zweiten Theile ausführlich geredet worden, demmir noch die neuem Abänderungen und Verbesserungen hinzuzu-fügen sind.

Borkenstein >> c. hm theoretische Untersuchungen überdie Verhältnisse der Ladungen und deö Gewichts der Geschützezu der Schwere der Lafetten angestellt, um ihnen die Eigen-schaft der Zweckmäßigkeit zu geben. Er sucht folgende Grund-sätze zu erweisen, auf welchen der auch von Scharnhorst aus-gesprochene und allgemein angenommene Satz beruhet: ,,DaöGewicht der Lafette muß immer mit der Schwere des Rohresin einem angemessenen Verhältniß stehen." :e. (Oben 2; Art.Lafette S. 135.

1) Daß die Geschwindigkeiten, womit zwei Geschützrohrev on gleicher Große, Lange und Gewicht bei verschiedenen La-dungen zurückgestoßen werden, sich wie die letzter» ver-halten.

2) Daß die erwähnten Geschwindigkeiten bei verschiedenemGewicht, aber gleich großen und gleich langen Rohren, durchgleiche Ladungen, sich umgekehrt wie die Gewichte derGeschütze verhalten. Folglich verhalten sich

3) Die Geschwindigkeiten des Rückstoßes bei Geschützen vongleichem Kaliber, aber verschiedenen Ladungen und verschiedenemGewichte umgekehrt wie die letztern, oder direct wie die La-dungenz oder wie die Quotienten der Ladungen, durch die Ge-wichte der Kanonen dividiret. Hnttons Versuche bestätigenbeide Sätze, denn er fand mit ^ Pf. Ladung bei zwei Geschütz-rohren von 1170 Pf. und 917 Pf. Gewicht die Rückstöße — 171und 217, nur um Eins von dem Resultate verschieden, wel-ches die Rechnung gibt. Eben so verhielt sich bei zwei. 917Pf. und 478 Pf. wiegenden Geschützen, ersteres mit Pf.und letzteres mit '5 Pf. geladen, wo der Rückstoß des einen 57und deö andern 56 war.

4) Auch bei Geschützen von verschiedenem Kaliber, aber voneinerlei Konstrnktionsverhältnissen und gleichförmigen Ladungenin Hinsicht des Gewichtes ihrer Kugel, verhallen sich die Ge-schwindigkeiten des Rückstoßes wie die Quotienten der Ladun-gen durch die Gewichte der Geschütze. Borkenstein dehntdieses Verhältniß auch auf diejenigen Fälle ans, wenn auch ihreKonstruktion nicht gleichförmig ist, und ihre Ladungen nicht indem nämlichen Verhältniß zu dem Kugelgewichte stehen; allein,es finden hier so vielerlei Modifikationen statt, die — obgleichnicht von bedeutendem Einfluß — bei theoretischen Untersuchun-gen dennoch mit in Betracht kommen, und jene allgemeinere An-wendung deö Grundsatzes nicht zulassen, wie auch der Verfasser