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Suppl. (1831) Supplementband A - Z
Entstehung
Seite
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Ein wesentlicher Verzug der kegelförmigen Kammer ist: zulängerer Dauer des Mörsers beizutragen, weil dxr letztere mitihr durch die Wirkung des Pulvers am wenigsten Schaden leidet;abgesehen von der zu erlangenden größeru Genauigkeit der Wurfe,vorzüglich auf größere Weiten, wo die Seitenabweichungen alle-zeit bedeutend zunehmen, die sich nach Borkenstein wie dieQuadrate der Wurfweiten verhalten. Weder dieser noch Scharn-horst haben jedoch bei ihren Angaben und Schlüssen auf diemöglichen Abweichungen der vertikalen Richtnngsebene selbst, dasheißt: auf die Fehler in der Richtung selbst, Rücksicht genommen.Welcher praktische Artillerist wird wohl längncn, daß diese oft inhohem Maße stattfinden und dennoch unbeachtet bleiben? MitRecht zweifelt Bvrkenstein, daß der französische Oberstliente-nant Trnmilly mit dem von ihm erfundenen Mörser die< alsZiel aufgesteckte Tonne getroffen; dieß würde selbst bei einem5" weiten Zuckerfaß als ein Zufall anzusehen seyn, und kannin keiner Art für etwas Anderes erklart werden.

Bei den Hanbitzen hangt man — wie schon oben bemerktworden — noch immer an dem alten Vorurtheile, daß die Gra-nate mit der Hand eingeführt werden müsse, und daß bei vergrö-ßerter Lange des Rohres die Kammer nicht mehr ausgewischt wer-den könne. Gasscndi (^icla-mömoioc: 1919) begründet einweitlanftigcS Naisonnement auf diesen, von ihm für unumstößlichgeachteten Satz, obgleich die russischen Einhörner mir ihren ke-gelförmigen Kammern ihn hatten eines andern überzeugen kön-nen. Es ist überhaupt noch unentschieden, ob die HaubitzenKammern haben müssen, oder ob man ihnen eine gleich ausge-hende Seele geben kann? Scharnhorst, und mit ihm Vor-kenstein, erklären sich zwar für letzteres, jener besonders ansdem Grnnde, weil man gleich ausgehende Haubitzen langer ma-chen könne. Es hindert jedoch nicht, anch die mit einer Kam-mer versehenen Haubitzen von 5 bis 9 Zoll Mü»dnngsdnrchinessr10 bis 11 Kaliber lang zu machen, nur muß die Kammer einekegelförmige seyn, die sich unten in eine Halbkugel endet. Manerlangt dadurch den doppelten Vortheil, die Kammer mit einemahnlich gebildeten Borstenwischcr gut reinigen und Ladungen vonbeliebiger Größe anwenden zu können, weil hier die Granate,anch ohne Spiegel, sich fest in die Kammer einsetzt. Die vonScharnhorst (Handbuch der Artillerie Bd. 2. S. 78.) ange-führten Nachrheile der Hanbitzen ohne Kammern würden da-durch verschwinden, und bloß die Vortheile derselben stattfinde!?.Nehmen wir die preußische siebenpfnndigc Hanbitze zum Beispielan, deren Flug 5,94", die Kammer aber 3,25" Durchmesserhat, würde man den halben Kaliber zum kleineren Durchmesserder kegelförmigen Kammer und die Lange derselben nach Verhält-niß der Starke der Ladung bestimmen können. Die letztere ist iH«