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Suppl. (1831) Supplementband A - Z
Entstehung
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mers Behauptung 1 — 2 Pfund Kupfer auf 1 Ctur. Eisen dieGüte des letztern nicht verringern sollen. Nach den von Hasse n-fratz angeführten Versuchen sind die Verbindungen mit Zinn,Schwefelkies/ mit Kupfer, mit Kupfernickel und Blei der Be-schaffenheit des Eisens höchst schädlich; anch Arsenik, Wismuth,Wolfram, Kobalt und Zink geben ein rothbrüchigcö Eisen; rotherScherl, Braunstein und Chrom hingegen machen es nicht spröde.Hasse, ein praktischer Hüctenmann, bemerkt, dafi die kleinenKiesel, welche in den mit Sand abgelöschten und bei feuchtemWetter angcfahrnen Kohlen zurückbleiben, bei dem Frischendes Eisens einen rohen Gang verursachen und schlechtes Stab-cisen geben. Das beste Mittel, Schwefel- und Phosphorciscnzu verbessern, ist nach Karsten ein Znsatz von 3 bis klargestoßenem, reinem Kalkstein, der über das Eisen im Frischfeucrgleich nach dem ersten Rohanfbrechen gestreut wird; obgleich manwohl schwerlich im Stande seyn wird, den Kaltbrnch ganz hinwegzu schaffen.

Das Frischen des Eisens, als bloße Feueroperation be-trachtet, ist aber für sich allein nicht im Stande, das Eisendehnbar zu machen; hierzu müssen noch seine Bestandtheile glü-hend durch das Fletschen unter dem großen Hammer zusam-mengedrückt werden. Dieses ist unerläßlich, muß aber vorsichtigund bei einer angemessenen Temperarur geschehen, weil eine zugroße Hitze vielmehr durch Trennen der Eiscntheilchen das Gegen-theil bewirkt, während eine zu geringe Wärme das Zusammen-pressen und die dadurch hervorgebrachte Verbindung der Theilchenhindert, und das Eisen zwar faserig, aber spröde macht.

Zu dem Zusammendrücken des EisenS, wie aller andern,dazu geeigneten Metalle bedient man sich zwar allgemein derHämmer; doch haben die Engländer angefangen, wie schon eherbei dem Ausplatten zu Blechen, cylinderförmige Walzen auchbeim Frischen, zu dem Zängeln und AuSschmieden der Lupenzu gebrauchen, nachdem sie für diesen Zweck in besondern Schmie-defenern angewärmt worden. Das Zusammendrücken der Lupewird in einem Walzwerke in 40 Sekunden, folglich schneller ver-richtet, als unter dem Hammer, wo ungefähr 80 Minuten nö-thig sind, um 4 Schorbel von 50 Pfd. auszuschmicden, unddaraus 10 bis 14 Fuß lange Stäbe zu verfertigen, das dreimaligeAnwärmen ungerechnet, weil der Stab erst an dem einen, dannan dem andern Ende geschmiedet werden muß. Allein eben daswiederholte Anwärmen vermehrt die Güte des EisenS, und eserscheint vortheilhaftcr, anstatt der Walzwerke einen leichten,sich schnell bewegenden Schwanzhammer zu dem Zusammendrückender Lupen und der Gußstäbe anzuwenden.

Das geschmeidige Eisen wird entweder als Stangen eisenverkauft, oder zu Schneid reisen, Blechtafeln, Kesseln, Pfan-