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und befolgt worden (s. Artillerie), deren schon oben gedachtworden ist. Die Bedienung der Geschütze geschieht jetzt fast all-gemein kompagnicnweise, deren Starke durch die Zahl der Ge-schütze bestimmt wird, welche eine Batterie oder Division bilden.Bei der reitenden Artillerie ist diese Bedienungsmannschaft be-ritten, wie sich von selbst versteht; bei der Fußartillcrie aber hatman in der neueren Zeit Sitze auf den Protzen und Munitions-wagcu angebracht, um einige Bedienungsmannschaften fahren zulassen. Es fallt in die Augen, daß durch diese Einrichtung dieGeschütze und Wagen mehr belastigt und in ihren Bewegungenlangsamer werden, wenn man nicht, mit besonderer Rücksicht dar-auf, die bewegende Kraft verstärkt. Der General Allir be-merkt in dieser Rücksicht: daß der nene, nach dem Muster desenglischen eingerichtete Munitionswagen bestimmt ist, auf seinen3 Kasten 9 Kanoniere aufzunehmen, wodurch — da diese ihrGewehr und Gepäck bei sich haben — die Last um 1800 Pfundvermehrt wird. Wiegt nun der Wagen mit Einschluß der Mu-nition und des zweitägigen Futters für 6 Pferde 3719 Pfund,bekommt man ein Gewicht von 5519 Pfund, das schnelle Be-wegungen auf weichem und unebenem Boden eben nicht sehr be-günstigen dürfte. Der General, den man wohl als einen prak-tischen Artilleristen ansehen muß, erklärt sich dcßhalb entschiedengegen das Aufsitzen der Kanoniere auf den Munitionswageu alsunnütz, und dem Dienst nachtheilig. Unnütz, weil die Fußar-tillcrie keiner grbßcrn Geschwindigkeit bedarf, als die Infan-terie, der die Artilleristen genügen können und müssen; nach-theilig aber, weil die letztern ihre unentbehrliche Beweglichkeitverlieren, wenn ihrer Faulheit so sehr gefrohnt wird, daß mansie beständig fahren läßt. Der Gebrauch ist offenbar von derfahrenden Artillerie hergenommen, die doch nie die Schnel-ligkeit der reitenden erlangen wird, selbst wenn man die Wa-gen auf Kosten des Munitions-Vorrathes erleichtern wollte, undgegen die sich auch Rouvroy, einer unserer besten Artilleristen,ausspricht. Ein Hauptuachthcil liegt bei der Einrichtung zumFahren der Artilleristen darinnen: daß dieß denn auch allezeitauf dem Marsch geschieht, wodurch die Zugpferde unuützcr Weiseermüdet und für den Dienst unbrauchbar werden. Will mau jaEtwas thun, so lasse man den Unteroffizier reiten, und denjeni-gen Kanonier, dem das Richten des Geschützes obliegt, auf derProtze fahren, damit er jenes mit Ruhe und sicherer Hand ver-richten kann, wenn er nicht durch die schnelle Bewegung beimAn - und Aufmarsche der Geschütze erhitzt ist.
Zur Bedienung der Geschütze ist gegenwärtig bei den mei-sten Artillerien die Mannschaft kompagnicnweise bei den Batte-rien folgendergcstalt cingethestt: