Ent Erd
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sersch wärmer, Schnarcher und Wasscrkegel brennen un-rer dem Wasser, und die Entzündung in wasserdichten Gefäßeneingeschlossener Pulvermengen läßt sich durch Vorrichtungen mitKnallpulver leicht bewirken. Der Chemiker Serulla hat ver-möge der Eigenschaft der alkalischen Metalloide: den Sauerstoffbegierig aufzunehmen, und dadurch das Wasser, mit dem sie inBerührung kommen, zu zersetzen, daß der frei gewordene Was-serstoff sich durch die dabei entwickelte Wärme entzündet, ein an-deres Mittel angegeben, Pulver in einem verschlossenen Gefäßeunter Wasser zu entzünden. Man verbindet für diesen ZweckKalium und Zlntimonium, durch Zusammenreißen von 100Grammen oder 56,481 Drachin. cLvoir ein pciiü» Gewicht Brech-weinstein mit 3 Grammen oder 1,694 Drachm. Ofcnruß, womitman einen mit Kohlenpulvcr eingeriebenen Schmelztiegel auf ^anfüllt, die Mischung mit Kohlenpulvcr bedeckt und 3 Stundenlaug glühen läßt, nachdem die Oeffnungen dcS Deckels verkittetworden. Der Tiegel muß hierauf 6 bis 7 Stunden lang abküh-len , damit die äußere Lage verbrennt und bei dem Oeffnen desDeckels keine Erplosion entsteht; alSdann bringt man die Massesehr schnell in ein wohlverschlossenes Gefäß, um sie darin auf-zubewahren. Will man nun Schießpulver unter Wasser entzün-den, wird eine Rohre, die an einem Ende verschlossen ist, oderein oben mit einer Rohre versehenes wasserdichtes Behältniß da-mit angefüllt, oben auf in die Rohre einer Erbse groß des erplodi-renden Pyrophors gcthan und die Ocffnung mit einem Kork ver-schlossen, der in der Mitte durchbohrt, dessen Loch aber mit Talgzugestopft ist. Bringt man nun das Gefäß unter Wasser unddurchsticht man das Loch im Kork mit einem langen, spitzenStabe; so wird daS Wasser hineinbringen, von dem Antimonial-pyrophor zersetzt und von der dadurch erzeugten Verpuffung dasPulver entzündet werden.
Erden heißen in der neuen Chemie diejenigen ungefärbten,im Wasser nicht aufldslichcn Stoffe, welche am negativen Poleder elektrischen Säule aus ihren Verbindungen mit Säuren alsein weißes Pulver erscheinen. Seitdem Davy 1808 im Kali,Natron, Baryt, Strvntic und Kalk metallische Grundlagen ent-deckte, schien es, daß man auch die übrigen Erden nach allerWahrscheinlichkeit unter die metallischen Substanzen rechnen müsse;Smith son aber wollte die Kieselerde zu den Säuren zählen.Wie dem aber auch scy, wird man dennoch diejenigen KorperErden nennen dürfen, welche die oben angef brten Eigenschaftenbesitzen und durch das bekannte LieduktionSvcrfahrcn sich nicht inwirkliche Metalle verwandeln lassen; oder wenn sie dieses auchdurch eine besondere Redukcionsmethode würden, doch nur einevorübergehende metallische Eristen; bekommen. Ihre Zahl istHoyer, Gcschüy-Wörterbuch. Supplementbund. ig