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Suppl. (1831) Supplementband A - Z
Entstehung
Seite
135
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Eis

hinzuzufügen. Zum Ersatz seiner Strengflüssigkeit besitzt dasEisen die Eigenschaft, die unter allen andern Metallen nur diePlatina mit ihm theilr, daß sich einzelne Stücke desselben durchSchweißen vereinigen lassen, indem man sie weißglühendzusammenbringt und durch Schmieden vereiniget. Der Schwe-fel verbindet sich leicht mit dem Eisen, und entzündet sich in gro-ßen Massen nach 20 oder 20 Stunden, wenn keine wässerigenDünste mehr entbunden werden. Koncentrirte Schwefelsauregreift das Eisen nur siedend an; mit Wasser verdünnt, lost siedasselbe — ohne Anwendung von Wärme — auf. Grünesschwefelsaures Eisen ist in heißem Wasser leicht aufloslicherund laßt sich durch Abkühlen oder Abdampfen krnstallisiren. Al-kalien und Kalk zersetzen das schwefelsaure Eisen, in-dem sie auS dem vegetabilischen Stoffe: Gallapfel, Wallnuß-schalen, Blauholz, Thee:c. einen schwarzen Bodensatz nieder-schlagen, und Tinte erzeugen. Ein ahnlicher Niederschlag auSschwefelsaurem Eisen ist daS Berlinerblau.

Auch die andern Säuren: die Salpetersaure, die Salz-säure, dieFlußsänre, die Arseniksaure verbinden sich mit demEisen; am langsamsten diePhosp ho rsäure; die letztere Verbin-dung ward früher für ein besonderes Metall, denSi derit, angese-hen. Durch die Vereinigung des Kohlenstoffes mit dem Eisenwird das letztere härter und spr'oder; so erscheint es als Guß-eisen nnd Stahl, w. n. i. Beide unterscheiden sich durchihren Gehalt von Kohlenstoff, von dem das erstere mehr ent-hält, als der andere, dem nach Vauqueline Untersuchungennoch Phosphor beigemischt ist.

Man unterscheidet die Eisenerze in 1) Gediegenes Ei-sen, das entweder ->) Erdeisen oder k>) Meteoreisen ist;letzteres enthält immer einen geringen Antheil von Nickel. 2)Eisensteine: oktaödrische, rhvmboidische und prismatische, un-ter welchen die Th o nei se n steinc mir begriffen werden. 3) Ei-senkiese, die in heraödrischer, prismatischer oder rhomboidalischerGestalt vorkommen. Endlich 4) die natürlichen Eisen salze:das Chromerz; den Eisenspath oder kohlensaures Ei-sen; den grünen Vitriol; das arsenik saure Eisen, undendlich das phoöphorsanrc oder Blaueiseu, das in Englandund in Norwegen gefunden wird. Unter allen Eisenerzen sindjedoch nur acht Gattungen zu der wirklichen Erzeugung von Eisenanzuwenden:

1) der Magnet-Eisenstein,

2) der Eisenglanz,

3) der Rotheisenstein,

4) der Brauneisenstein,

5) der Spatheiscnstein,

6) der Schwarzcisenstein,