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Suppl. (1831) Supplementband A - Z
Entstehung
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Obgleich die Dampfkanonen wohl nie die Pulverge-schütze in keiner Art ersetzen können, sich gar nicht für denFeldgebrauch eignen, laßt sich doch ihre Anwendung bei der Ver-theidignng der Festnnge» wohl als möglich denken. In gewölb-ten bombensichern Räumen aufgestellt, können sie unter denFlanken zu Bestreichung des Grabens und zur Vertheidignng ge-gen den Sturm dienen, weil sie den doppelten Vorthcil gewah-ren: 1) bei dem Abschießen keinen Ranch zu verursachen undkein erstickendes Gas zu entwickeln; und 2) keine so heftige Er-schütterung zu verursachen, die selbst der Festigkeit der Gewölbeuachtheilig werden kann. Nur im Großen angestellte Versuchekönnen jedoch entscheiden, ob nicht das Schießen mit mehrerensechSpfnndigcn Kanouenröhrcn einen zu großen Aufwand vonDampfen erfordert, und ob man daher im Stande ist, demdazu ndthigen Verbrauche an Feuermaterial zu genügen?

Eine andere Anwendung der Wasserdampfc machte derNordamcrikaner, Robert Foulton, der Erfinder der Damp f-schiffe durch die Einrichtung derselben zum Kriege. Er haltezu dieser Absicht zwei 66 Fuß lange Pinasten mit einander ver-bunden, daß sich das Treibrad in der Mitte zwischen ihnen be-fand. Sie führten 20 zwei und dreißigpsündige Caronadcn, dieim Dampfofen glühend gemachte Kugeln schössen, und große ei-serne Hammer, die beim Entern auf dem feindlichen Schiffealles niederschlugen, das eigene Verdeck, wenn es vom Feindeerstiegen ward, mir siedendem Wasser übergössen. Bei der täg-lich steigenden Allgemeinheit der Dampfschifffahrt — Englandhat in seinen Scearsenalen 160 Dampfmaschinen zu Kriegsfahr-zengen bereit — laßt sich erwarten: daß man auch bei ihnenAngriffs- und Verthcidigungsmittel anbringen wird, zu welchendie Maschinen mit erhdhere m Druck zwar die Hand bieten,aber auch die Gefahr einer Erplosion vergrößern, wenn die Kraftder Dampfe zu sehr verstärkt wird, entweder zum Gebrauch derAugriffsmittcl oder zu Beschleunigung der Fahrt, wenn diese imLaufe des Gefechtes dringend geboren wird.

Dauer der GefchuHe ist in der neuern Zeit nochsorgfält iger untersucht worden, als sich schon oben im erstenThcile S. 206 und im zweiten Theile, Arrik. Lcgirungangeführt findet.

Weil sich nach allen Erfahrungen überhaupt das schwereGeschütz schwacher erwies, als die leichtern Feldkanonen, auchdie Revolutionskriege ein Gleiches lehrten, wurden spater ander-weitige Versuche mit 1 Sechzehnpfünder und 8 Vierundzwanzig-pfündern angestellt, um über den Einfluß der Ladungsweise aufdie Dauer des Rohres zu nrtheilen. Nachdem aus jeder Ka-tion e mit '/z Kugclschwere Pulver 760 Schuß geschehen waren.