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1,2 (1806)
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ten, wo sie hinwollten. Und vis ist ganz die Er.füllung der Erwartung jenes frommen Mannes.Pf. 126, 4-6.

Uebcr Psalm 109.

Dieser Psalm, der eben so wieder 108 vonDavid ist, ward dem Obcrsangmeister — dochwol späterhin von Esra, der das 4 und 5 Buchder Psalmen gesammelt hat — zur musikalischenAufführung-übergeben. Er hat ihn, wie auchMüntinghe will, gedichtet, als er noch an SaulsHofe war, wo er bey seiner Unschuld so oft ver-lästert und angefeindet ward. Weil er nun, wieer V. 4. ausdrücklich sagt, wann seine Feinde ihnhaßten, ihnen dafür lauter Liebe erwies und auf-richtig für sie bethcte, so ist wol gewiß, daßjene Flüche und Verwünschungen V.6 -IY. nichtvon *) David auf seine Feinde, sondern vonden Feinden auf David ausgesprochen scycn.Er führt nämlich, um deren Charaeter nach d<nLeben zu schildern, diese ihre eigne Worte an,vcrgl. Ps. 2, z. Bey David konnte doch gewißnicht aus einem Munde bethcn und fluchen

gehen.

Lampe im Catech. bcpm z Gcbvth, vom Mißbrauchdes Namens Gottes, sieln diese Flücbe Ps. roy. alsWeissagungen über die Feinde Christi und seinesReichs an. Aber der Begriff von Michaelis und M»«'ringhe har gewiß den Gorzug, weil er den Tez'l MWiderspruch mit sich selbst besteht.