bel zuvor geschrieben ist, uns zur Lehre gescho-ben, auf daß wir durch Geduld (Ausharrunz)und Trost der Schriften Hoffnung haben. Röm.i;,4. Denn die Bibel ist das beßte Lesebuch derMenschen , weil sie die wichtigsten Sachen als Pro-ben der Vorsehung Gottes nach Wahrheit be-schreibt. Wer daher solche Dinge, die man vonje-hcr und in allen Umstanden für wahr und beglaubthielt, zweifelhaft machen will/ der versündigt sichan der Menschheit, welcher er ihren Trost undHoffnungsstützc wegnimmt. Nun zur Sache.
„Ich kann, sagt Iken, nachdem ich alles ge-nau erwogen , im geringsten nicht zweifeln, daßder Psalm zu des Hiskia Zeit und zum Andenkender wunderbaren Befreyung der Stadt Jerusalemund des Reichs Inda aus der Hand Sanheribs,die Gott durch Vertilgung seines zahlreichstenKriegsheers bewirkte, sey gemacht worden." Unddarin hat er, wie ichs einsehe, vollkommen Recht,wenn man sich die Mühe nimmt, den Inhalt desprachtigen Gedichts zu erwägen, und ihn mit dergenannten Geschichte zu vergleichen. Sanherib,der Eroberer, der nach der Sitte jener Zeit dasgrößeste Kriegsheer, das er aus seinem eige-nen Lande und den Reichen der besiegten Königenahm, wider das Reich Inda und Jerusalemanführte, hatte auch eine Menge von Kriegs-
wagen,