Druckschrift 
1,2 (1806)
Seite
107
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ans jener bildlichen Opferung seines Sohns,die zwar befohlen, aber nicht vollzogen ward, under glaubte, daß Gott seinen Sohn aus den Tob-ten aufcrwcckcn könnte. Daher er ihn auch zum Vor-bilde wieder nahm, so wie Eltern ihre Kin-der in der Auferstehung wieder nehmenwerden. Wie müßen nicht Gläubige des altenBundes, die auf den Trost Israels warteten, undalles vom Mcssras hofften, wenn ihnen der Ge-danke einfiel, (aufweichen sie der Geist führte)daß der Psalm vom Erlöser der Menschen handelte,auch hier Seclenweide gefunden haben. Uns,denen cS so deutlich von den Aposteln vorgestellt,und denen die Auferstehung Jesu so wichtig undtröstlich gemacht ist, ekelt oft vor diesen Dingenals vor der losesten Speise. S. 4 Mos. 21, 5. Je-nen aber folgte das auf die Verachtung des Man-na, daß sie von den giftigsten Schlangen gebissenwurden, und die von ihnen noch gerettet wurden,erhielten ihr Leben bloß durch die BarmherzigkeitGottes und den Glauben an seiir Wort. Manmerke, was ich hie mit sagen will.

Mir soll daher dieser Psalm als Ermunterung. zur Tugend —sowie zum Glauben —schatzbar scynund bleiben. Denn ich finde, daß jedes Mittel,das dieses bey mir wirkt, und sollten? auch nurWenig Worte seyn—- die ich für Worte des Gei-stes