—- 79
macht das doch keine Acndcrung, weil immer dieMöglichkeit da ist und die Parallclie uns die Ge-wißheit gibt. Ich kann wenigstens nicht andersdenken, weil Gott darum die vernünftige Wesenhervorgebracht hat, daß ihm der Ruhm der Schö-pfung von ihnen sollte gegeben werden. Menschenwaren damals noch nicht, Isie sollten aber künftigauf der Erdv wohnen, die eben jetzt gegründetund zubereitet ward, s. Ics. 4?, ist. Sie solltender Engel Mitbrüder und Mitknechte in dcm Dien-ste Gottes seyn, daher sich Engel ihrer eben sofreuen mußten, wie sich ein älteres Kind einesjetzt gebornen Bruders freuet. Obschon also En-gel, dieam Throne des Ewigen stehen, weitvoll-kommencrc Wesen als die Menschen sind, die inlcimcnen Hütten wohnen, und für eine kleine Zeitgeringer als jene gemacht wurden, so sind siedoch — wie dis der Sinn aller Guten ist— herab-lassend , dienstfertig und Werkzeuge Gottes inder Vorsehung, auch bey den Menschen Heb. 1,14. Und wenn die ewige Weisheit, der Gottes-sohn , Lust hat bey den Menschenkindern, so Ha-bens gewiß auch die Engel, die Gott lieben undseinen ewigen Sohn anbethen, in welchem dieGottheit ist. Eben dieses ward auch dem Prophe-ten Ezechiel darin angezeigt, daß die vier Thiereoder Cherubim den Thron des Jehova trugen,
woran