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2 (1838)
Entstehung
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XXII. Kanton Zürich.

1. Wie Stadt.

Mit Zürich hätte ich allerdings die bunte Reihe der Schweizer-kantone nicht schließen, sondern beginnen sollen. Die edle Stadtwäre es würdig gewesen, auch in diesen Blättern den ersten Rangeinzunehmen, der ihr unter den Schweizerstädten durch höherewissenschaftliche Bildung, durch Gewerb- und Kunftfleiß, durchmächtigen Einfluß auf den Gang der Eidsgenossenschaft, selbsteines Theils der europäischen Welt, mit Recht gebührt. Von ihraus ging einst der erste Impuls zur kirchlichen, und im neunzehntenJahrhundert zur politischen Reformation der Schweiz, und vonalten Zeiten her bis auf die neuesten, stand sie geehrt, als der-/Vorort" (Directorialkanton) des eidgenössischen Staatenbundes;ein Ansehen, welches sie jetzt mit Bern und Luzern abwech-selnd theilt. Wie gesagt, Zürich hätte in diesen Blättern billigden bunten Reigen der Bilder anführen sollen. Allein, wie in derWelt oft genug das größte Verdienst vom Spiel und Muthwillendes Zufalls überwogen wird, so geschah auch hier. Ich folgte nurden Schritten des zeichnenden Künstlers von Kanton zu Kanton,und wohin er ging, trat ich, als getreuer Cicerone, in seine Fuß-tapfen.

Es ist fast überflüssig, die viel beschriebene malerische Hin-lagerung der berühmten Stadt auf ihren Hügeln und zu derenFüßen, und durchströmt von der Limmat, zu schildern, wo dieserFluß frisch gebadet aus den hellgrünen Wellen des vom Sängerdes Messias gefeierten See's hervortritt. Im weiten Halbbogenumringen die breiten Massen der Gebäude, und die Tempel undreizenden Landhäuser mit ihren Gartenanlagen, des See's Nord-