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helfen, ist schwieriger, als jeder physischen das Ende zu machen.-Gewaltiger noch sträubt sich auch die kurzsüchtige Eifersüchtelei derverschieduen Kantonalregierungen, ihr Besorgniß dagegen, sie wog-ten zuletzt (und jede fürchtet es von sich), den größern, vorhernicht berechneten Nachtheil empfangen, alle übrigen aber den Vor-theil erndten. So fürchtet Solothurn z. B., in dessen Gebietgegenwärtig nur 5000 Jucharte Landes den Ueberschwemmungenpreisgegeben liegen, vom verstärkter«, reissendern Laufe des Aare-ftroms Gefahr für seine Brücken über denselben und Ueberschwem-mungen der flachern Gegenden von Ölten.
Auch dieser Zug in der Physiognomie der schweizerischen Eids-genossenschaft dient zur Charakteristik derselben.
8. St. Verena.
Ganz in der Nähe Solothurns, zwischen der Stadt und demwaldreichen Kalkgebirge des Jura, ruhen in einem beträchtlichenUmfang, wunderbar zusammengewürfelt, Granit- und Gneisblöckein ungeheuren Massen beisammen. Ein Bach erzwingt sich in ihrerMitte, bald freundlich, bald schäumend, Durchgang. Tannen,'Buchen, Ahornen und andres mannigfaltiges Gebüsch, in rnaleri-^scher Wildheit umschattet sie. Ein anmuthvoller Weg zieht durchdie grünen Dämmerungen um die Felsen vielgewunden. Zuweilei,erblickt man in einem Granitblock den Namen solothurnischer Bür^'ger eingemeißelt, die unvergänglichen Andenkens würdig sind. Hieidoch erst seit 1L13, der Name des Nikolaus Wengi, der seinenprotestantischen Mitbürgern Glauben und Leben gegen den Anfalldes blutdürstigen Fanatismus gerettet hat; dort der Name desJünglings, welcher, ein glücklicher Fortsetzer vom Hauptwerk desJohannes Müller, die Geschichten der Eidsgenossen mit Wahr-heitsstrenge eines Greisen schrieb, der Name des edeln RobertGlutz. Eine lichtscheue Aristokratie und Hierarchie vom Jahre 18!5gestattete ihm nicht, der eignen Heimath so wohlthuend zn sevn,als er vergeblich wünschte; daher verließ er das Vaterland undstarb auf fremder Erde (in München 1818). Diesem Jünglingdankte Solothurn die Gründung seiner literarischen Gesellschaft,die Nutzbarmachung seiner Stadtbibliothek, die Saat seiner Schul-verbesserungen, welche nun erst Frucht trägt.