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2 (1838)
Entstehung
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anfüllen; es erbrausen unter ihm Bäche, die, anfangs in dasEis eiugefurcht, fröhlich dahin rollen, bald aber senkrecht dieGletscher durchbrechen, mit schauerlichem Lärmen in unbekannteAbgründe niederfahren, um unter den Gewölben des Eises denAarstrom zu erzeugen. Ueber zackigte Eismassen, über die Win-dungen und den Meerwogen ähnlichen Formen des Gletscherthalsgelangt man endlich bis dorthin, wo das feste, tausendgcftaltigeEis aufhört, und was bisher Gletscher war, in die körnige, glatteFirnmasse übergeht, und das Auge sich links und rechts nach obenin zwei auseinander laufende blendendweiße Firnthäter verliert.Kehrt der Reisende hier um, kann er zu guter Stunde Abendswieder im Hospiz seyn. Hat er sichern Schritt und Muth, kanner, bis zum Finster-Aarhorn reitend vorgedrungen, auch von dazu Fuß über die Strahleck gehen und im Grindelwaldschlafen."

Zu bemerken ist noch, daß der Unteraar-Gletscher, sowohlder Geschichte, als seiner Beschaffenheit nach, durchaus neuernUrsprungs ist."

3. Pierre pertuis.

Das seltsame, ziemlich cyklopenartige Felsenthor, PierrePertius, dies rohe Naturspiel auf niederm Hügel zwischen Wald-bergen, am Eingang des bernischen Münsterthals, dies 3040Schuh hohe und 20 30 Schuh weite Loch durch ein mächtigesKalkgestein, welches sich wie ein Querband zwischen den links undrechts zusammendrängenden Bergen spannt, es gleicht beimersten Anblick mehr einer hochgeschwungenen Höhle, als einem Thore.Es führt da eine der großen Straßen der Jurathäler hindrrrch,gen Basel. Eine alte, halberloschne Inschrift darüber, zwar imRömerstyl, aber von keiner kunstgeübten Hand eingemeißelt, hatden Alterthümlern schon viel zu rathen gegeben und rührt viel-leicht selber von einem alterthumslustigen Mönch des Mittek-alters her.

Sei dem wie ihm wolle, das Erscheinen der sonderbaren Verg-pforte überrascht beim ersten Anblick. Sie hat etwas Malerisches,besonders wenn man sie zum Rahmen des dahinter liegendenBildes macht, welches die Anmuth des Tavannerthals demWandrer entaeaenhält. Jedes Spiel der Natur hat darum viel