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singen zu müssen, die man an schönen Sommerabenden zuweilenvon der Jugend des Städtchens Stasis (Eftavayer) hört, undin ihrem Patois lauten:
16-8 autrou M626roii) nv voitrin;
Han 16-8 uutrou riretron ^ no plioi erin.
(Wenn die andern essen, werden wir zuschauen; wenn dieandern lachen, werden wir weinen.)
Die fleißigste Benutzung des Bodens zum Acker-, Wein- undWiesenbau im Kanton, überhaupt eine sorgfältigere Landwirthschast,als in andern Gegenden des Landes, bemerkt der Reisende, so-bald er in den Bezirk von Murten (Morat) eintritt. Hier be-ginnt auch plötzlich andre Tracht, andre Bauart, andre Sitte,andre Mundart, andre Religion. Die Bevölkerung des Bezirksgehört zum reformirten Glaubensbekenntniß. Das alte Städtlein,von welchem der angränzeude See und der ganze Bezirk denNamen lieh, ist aus den frühern Freiheitskriegen der Schweiz,man könnte sagen, weltkundig. Es ist an sich klein und eng; undmit seinen dumpfen, verfinsternden Arkaden oder Bogenhallen längsden Häuserreihen der Gassen, unschön. Der Anblick des düsternSchlosses und seiner gothischen Mauer - und Thurmmassen aus demachten Jahrhundert, versetzt uns in die Zeiten Karls des Kühnenzurück. Die Chroniken erwähnen hier schon im elften Jahrhunderteines Castells Muroalta. Der benachbart? Heidenweg ", oderdie Römerstraße, die vom See (bei Montillier) gen Solothurnzieht, erinnert daran, daß auch hier vor 2000 Jahren dielateinischen Welteroberer gehaust haben. Aber das mag uns heutziemlich gleichgültig seyn. Durch die Ueberbleibsel und Bruchstückeder barbarischen Zeiträume dringt auch hier das Licht edlererGesittung. Das Städtchen verjüngt sich unter der Gewerbthätigkeitund dem Wohlstand seiner anderthalbtausend Einwohner sichtbar.Schönere Gebäude erheben sich im Innern; zierliche Anlagen undSchattengänge schmücken die Außenseite. Während andre Städt-chen des Kantons mit zahlreichen Kapellen, Kirchen, Klösternprangen und die Früchte ihres Fleißes den Altären opfern, weihtMurten die seinigen mit gleicher Frömmigkeit gemeinnützigenAnstalten. Hier findet man, neben guten Schulen, eine öffent-liche Bibliothek gegründet; neben einem neuerbauten Waisenhauseund Spital, zur Abwehr der Verarmung, eine Ersparnißkasse.Die Lage der Stadt an ihrem See ist lieblich. Der See selbst
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