Druckschrift 
Theil 1 (1837)
Entstehung
Seite
280
Einzelbild herunterladen
 

280

Fackeln, diese Stangen, diese Schwerter zu sehen; ichsah sie wirklich, ich hörte die wiederholten Fragen desHeilandes, welcher Alles wußte, und die Antwortendieser wüthenden Menschen. Ich war Zeuge von derschrecklichen Wirkung der Worte:Ich bin es!«Worte, welche so einfach, so bescheiden, so sanft sind,und die gleichwohl für jene, an welche sie gerichtet wur-den, ein Blitzstrahl waren, der sie zurückweichen undzu Boden stürzen machte. Ich bewunderte mit denEntzückungen einer lebhaften Dankbarkeit diese gött-liche Güte, welche alle diese Beschimpfungen, alle dieseBeleidigungen für sich selbst hinnahm, und nur bedachtwar, ihre Jünger davor zu bewahren, um nicht eineneinzigen von denen zu verlieren, welche ihm sein Baterübergeben hat, keinen von denen, welche ihm angehören.

Es war bcy der Grotte der Todesangst, wo Jesussich freywillig dem Tode durch die Worte überlieferte:Ichbin der, den ihr suchet«, und den Soldaten seineheiligen Hände darreichte, welche sie banden. Ich ver-folgte genau den Weg, den sie ihn führten. Nachdemsie eine Zeit lang längs des Cedron hingegangen waren,überschritten sie die Brücke. Eine Ueberliefcrung ver-sichert, daß unser Heiland, auf rohe Weise von ihnenfortgeflossen, auf der Brücke niedergefallen sey. Mansieht noch auf einem Steine, welcher sehr verehrtwird, den Eindruck der beyden Kniee. Die Armenierhaben den Platz um denselben an sich gekauft. Vonda aus zwangen die Soldaten Jesus den Berg Sionzu besteigen, und nahmen ihre Richtung nach dem