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welche Gott dargebracht werden sollten, erkannte demHirkan die oberste Priesterwürde und die Regierungseines Volkes zu, ohne ihm etwas zn nehmen, alsblos den Titel eines Königs, und begab sich nach Romzurück, wohin er den Aristobulus mit seiner Familieals Gefangene mit sich führte.
Sechs und zwanzig Jahre spater griff Hcrodes derGroße, der nämliche, unter welchem der Heiland ge-boren worden ist, durch Rom unterstützt, und durchdas Ansehen des Antonius Herr des jüdischen König-reiches geworden, Jerusalem an, welches ihm mehrals 5 Monate hindurch den lebhaftesten Widerstandentgegensetzte. Die Römer, mit deren Hilfe er siegte,überließen sich den schrecklichsten Entheiligungen undGrausamkeiten. Plündernd, brennend, weder Rang,noch Geschlecht noch Alter schonend, hätten sie nurRuinen zurückgelassen, wenn der, für den sie gekämpfthatten, nicht mit Hilfe des Geldes der Wuth desBefehlshabers, und seiner Soldaten Schranken gesetzthätte.
Endlich kamen für dieses strafbare Jerusalem, welches,nachdem es die Propheten getödtet und die GesandtenGottes gesteiniget hatte, den Messias selbst verkannt,die zärtlichen Beweise seiner Liebe verschmäht, unddurch einen Gottcsmord seinem Undanke die Krone auf-gesetzt hatte; endlich sage ich, kamen die unglücklichenTage, welche die unendliche Liebe des Heilands, derüber Jerusalem weinte, vorausgesagt hatte, »wo,sprach er, deine Feinde rings um dich her einen Wall