Druckschrift 
Theil 1 (1837)
Entstehung
Seite
88
Einzelbild herunterladen
 

86

angebracht und mit einem großen Gitter bedeckt ist,um die Steine zurückzuhalten, welche die Türken hin-einwerfen könnten. Sonst konnte man ebenen Fußeshineingehen, jetzt aber muß man 8 oder 10 Stufenhinabsteigen. Sie ist mit einer Thüre verschlossen,deren Schlüssel die ehrwürdigen Bäter Franziskanerin Bcrwahrung haben.

Hier an diesem Orte, einem der heiligsten auf derWelt, war es, wo der Heiland die Schrecken des To-des empfand, wo er unermeßliche Qualen fühlte, woer seine ermatteten Hände zum Schöpfer erhob, undseinen Augen heiße Thränen entrannen, welche, sichmit blutigem Schweiße mischend, seinen heiligen Kör-per überströmten; hier war es endlich, wo Jesus, derUnschuldige, alle Härten eines unerbittlichen Gerichtes

ertrug. An der Stelle selbst, wo Jesus die

Todesangst erlitt, ist ein Altar und auf selbem ein Ge-mälde, welches unfern Herrn vorstellt, wie er durchden Engel unterstützt wird, der zu seiner Stärkung hcr-beykam. Man liest auf selbem die Inschrift :

Ilic luetus est suckor ejus, siout guttue sanguini»

cleeuireutis lu teriruu.

Ein Ort, welchen man nicht ohne innerlichen Schau-der betreten kann, ist der, wo Judas feinen Meisterüberlieferte. Es ist ein Raum von 15 oder 20 Schrit-ten laug und zwcy breit, zwischen zwey Niedern Mauern

*) Sein Schweiß ward wie Blutstropfen, die auf die

Erde hcrabliefcu. Luk. 22, aa.