2yg Zehntes Kapitel.
dem äußerte sich selbst, nahm Knechtsgestaltan, ward gleich wie ein andrer Mensch, undan Gebärden als ein Mensch erfunden.
7. Fr. Was ist verlaugnen?
A. Es ist etwas, das man ssaben kann,oder auch bar*), entweder wirklich fahrenlaßen oder nicht haben wollen; und dieses ge-schiehet in Ansehung alles dessen, was Sün-de ist, woraus Sünde folget, was einenSchein der Sünde hat(2), oder auch, waseinen am Guten hindert (b). — Oder: ver-läugnen ist, von dem, was man hat, seinHerz und seine Zuneigung in Wahrheit der-gestalt abziehen, als wenn man es wirklichnicht hätte (c).
(g) Titum 2, rr. 12. Es ist erschienen dieheilsame Gnade GOttesallen Menschen, undzüchtiget uns , daß wir sollen verlaugnen allesungötlltche Wesen und die weltliche Lüsteu. s. w.
(b) Ebr. 12, 1. Läßet uns ablegen die Sün-de , so uns immer anklebet und träge machtu. s. w.
(c) 1 Kor. 7, 29 — Zr. Weiter ist das dieMeynung: Die da Weiber haben, daß sieseyn , als hätten sie keine; und die da weinen,als wemeten sie nicht; die sich freuen, alsfreueten sie sich nicht; und die da kaufen, als
besäßen
») S, in den vorher angeführten beiden Sprüchen Ebr.und Phil. 2, die unterstrichenen Worte.