2Y2 Neuntes Kapitel.
Wandel zu zeigen. Andere aber fallen indas entgegen gesetzte Aeußerste, und wollenfast nichts von Christi Verdienst und Ver-söhnung für sie hören. Ein wahrer Glaubeaber nimmt Christum ganz, wie Er ihm vomVater gemacht ist: zur U?ersbe,r, Gerech-tigkeit, Heiligung und Erlösung.
t2. Fr. Empfängt die gläubige Seele auch wohleine Gewißheit und Versicherung, daß sie iirChristo gerechtfertiget, und mit GOtt versöhnetsep?
A. Freilich ja; solches bestätigen dieExempel so vieler Heiligen aus vorigen undunsern Zeiten, wie auch so viele Zeugnisseder H. Schrift (a). Vornehmlich geschiehtsolches zu der Zeit, wann es dem HLrrnbe-liebet, sie in seinem lichte, mit gründlicherUnterscheidung einsehen zu laßen: wie Ernunmehr, durch seinen Geist, tbr Her;völlig in Besitz genommen, und wie sie sichIhm, inallerWahrheit, mitVerlauanungder Welt und ihrer selbst, .völlig ergebenhaben.
(a) Unter andern, Rom. 8, 15. 76. Ihr habtnicht einen knechtischen Geist empfangen, daßihr euch abermal fürchten müßtet; sondern ihrhabt einen kindlichen Geist empfangen, durchwelchen wir rufen: Abba, lieber Vater! —Und V. Z8, Zy. Ich bin gewiß, daß wederTod noch Leben, weder Engel, Fürstenthumnoch Gewalt; weder Gegenwärtiges noch Zu-künftiges; weder Hohes noch Tiefes, noch keiNe andere Kreatur mag uns scheiden von der> Liebe