Von dem Heiligen Geist :c. 28 l
andelen Senc hat sie sich in acht zu nehmen
5), daß sie sich nicht selbst eine Traurigkeit-mache oder affectire, in der Meynung: siemüße eben eine lo und so große ausbrechendeTraurigkeit haben, als etwa dieser oder jener.
6) Daß sie in ihrem manchmal natürlich trau-rigen Temperamente nicht allzu tief niedersin-ke, und in dem bloßen Andenken an ihreSünden und Elend, durch Unglauben undMuthlosigkeit liegen bleibe. 7) Hat sie sichzu hüten vor aller Heuchelei und Verstellung,in gemachter Traurigkeit, demüthig scheinen-den Gebärden, lautem Gebeth, oder auchsonst in Reden, Kleidern, Gehen, offenba-rem Fasten, und worin es auch immer sey;vielmehr muß sie Alles thun aus Grund desHerzens, in wahrer Einfalt und Demuth,GOtte und nicht den Menschen. 8) Mußsie die unzeitige Tickehrsucht und das schädli-che Richten andrer vermeiden, wie auch alleunmäßige Zerstreuung der ieibes-und See-lenkräfte in äußerlichen Pflichten, als hören,lesen, reden, wachen, fasten u. dgl.
iS.Fr.^Was gehet denn nun weiter bei einer solchenbußfertigen Seele vor?A. Insgemein pflegen die ersten Gnaden-S 5 kr äste
5) Was liier, bis zu Ende des 8 Kapitels noch fol-ge« , befindet sich im Original zu Anfange des y. Ka-pitels unter der Rubrik: Zuchr des Gesegcs. Da esaber als eine Fortsetzung der nämlichen Materiekann angeseben werden, so setzen wir es noch zumAchren, um die eigentliche Abhandlung vom Glau-ben :c, im neunten Äav. folgen zu laßen.