Von den Standen des HErrn IElu ?c 227
16. Fr. Ist JEsuS in diesem seinem verborgenenLeben auch schon in dem Versöhnungs- und Er-lösungSwerk beschafftigt gewesen?
A. Ja freilich war er schon damals in dem,das sitnes varers war, Lucä 2, 40); vondem an hat er sich schon ermedr-g r, sichseinem Vater aufgeopfert, sich selbst ver-läugnet, und wie vernichtiget um unsert wil-len. Wie wird er nicht unsere Sünden be-weinet und gebüßet, und GOtt um Verge-bung derselben unaufhörlich angerufen ha-ben! —
17. Fr. Was haben wir bei seinem Zojahrigen ver-borgenen Leben noch überhaupt wahrzunehmen?
A. 1) Uns zu verwundern über diese große,beständige und langwierig« Erniedrigung;über das busfertige, arme, arbeitsame, un-ansehnliche Leben des GOttmenschen; undüber das geheimnißvolle Stillschweigen desen?io.en worrs des Vaters. 2) Uns zu be-fleißigen, solches Leben uns, als ein stätesBild und Muster, vor die Augen unseresGemüths zu stellen; ihm darin ähnlich zuwerden 0), damit auch unser Leven derWelt adgestorven, und mir Christo ver-borgen sey in GOrt (Eol. z, 4.); indemwir äußerlich trachten, gern abgeschieden,und als vergessen und unbekannt in dieserWelt zu leben, so lang uns GOtt nicht son-derlich ruft zu einem offenbaren Leben, zumDienst des Nächsien, wozu keiner tüchtig ist,P 2 als