iZo Vierzehntes Kapitel.
26. Fr. Welche Anmerkungen hast du noch über-haupt über das, was nun von dem Volke Israelvorgestellt worden ist, zu machen?
A. 1) Hat man insgemein in den WegenGOttes mit diesem Volk immerwahrend Ur-sache, sich zu verwundern über seine Weis-heit , Güte und Langmuth gegen sie»
2) Haben wir uns zu hüten, daß wir un-sere Herzen gegen GOtt nicht verhärten,nicht undankbar sind gegen seine Wohltha-ten, noch wider ihn murren, womit sich dieJuden so oft versündigt haben (»).
z) Daß wir auch nicht an äußerlichen,gottesdienstlichen Pflichten, Taufe, Kirch-und Abendmahl-gehen, Lesen, Hören, Reden,u. s. w. hangen bleiben, in Meynung — wennwir diese in der Christlichen Kirche angeord-neten, an sich selbst gute und nützliche Dingewahrnähmen, so dieneten wir GOtt, undwären seine Bundsgenossen und wahre Chri-sten, wie es die Juden auch machten, undihren Gottesdienst in das äußere gethaneWerk setzten (b): sondern wir sollen ihm die-nen von ganzein Herzen, im Geiste und in derWahrheit, Joh. 4, 24. Und endlich
4) Daß wir alle diese Geschichten, Hand-lungen, Ceremonien, u. s.w. nicht als bloßäußerliche und nur einmal geschehene Dingeansehen; sondern als Vorbilder der WegeGOttes über die Kirche Neuen Testaments,deren Zustand insgemein, und einer jeden