176 Vierzehntes Kapitel.
i8- Fr. Wie erging es aber endlich diesem hart-nackigen Volke?
A. Da seine Sünden und Bosheiten, un-angesehen aller Vermahnungen und Drohun-gen GOttes durch seine Knechte, die Pro-pheten, immer zunahmen; so hat GOtt ihreMonarchie, Stadt und Tempel zerstören,und sie von ihren Feinden gesanglich weg-führen laßen.
iy.Fr. Um welche Zcic ist solches geschehen?
A. Nachdem sie ungefähr 8 ?7 Jahre imLande Kanaan gewohnet, ward Juda, nebstseinem Könige Jcchonia, von Nebucadnezargefangen nach Babel geführt; und hernach,unter dem folgenden lebten Könige Zedekia,ward Jerusalem eingenommen, und der Tem-pel zerstört: die zehn Stämme aber, welchedas Königreich Israel ausmachten, warenschon damals, vor mehr als hundert Jahren,durch Salmanasser, nach Assyrien, in die Ge-fangenschaft weggeführet worden.
20. Fr. Besserte sich aber das Volk nicht iit seinerGefangenschaft?
A. Nein; sondern es ward im Gegentheildurch die Verführung zur Abgötterei undandere Sünden, größten Theils noch täglichärger, wie die Propheten klagen, Ezech. 20.u. f. Doch aber hatte GOtt noch einigeübrig, als: Baruch, Mardochai, Esther,Esra, u.a. m. wie auch die Propheten, Esai-as, Jeremias, Daniel, Ezechiel, welche das