i?6 Eilftes Kapitel.
ein Inwohner und Kind dieser Welt, undkein Hiinmelsbürger war.
4> Fr. Vermehrten sich auch die Nachkommen desEains sehr?
A. Ja, denn sie lebten sehr lange; undweil sie GOtt nicht fürchteten, so nahmen sieviel Weiber *).
5. Fr. Waren damals nicht auch Fromme auf Er-
den ?
A. Ja, GOtt gab dem Adam und der Evaan Abcls Statt einen frommen Sohn, Sethgenannt, dessen Nachkommen den HErrnauchfürchteten, und Rinder GGcres genanntwurden, zum Unterschied von den Gottlosen,welche Rinder der Menschen hießen.
6. Fr. Was war das Werk der Rinder der Men-
schen ?
A. Weil sie irdisch gesinnet waren, so
baueten
Sie übertraten dadurch die Ordnung GOttes, deranfänglich nur Ein Männlein und Ei» Fräuleinschuf. Daß GOtt eine solche Aufführung mißbillig-te, erhellet aus 1. B. Mos. 6, 2. z., wo cS heißt:die Menschen wollen sich (da sie zu Weibern nah-men welche sie wollten) meinen Geist nichtmehr strafen laßen. — Wenn man hier durch da»Erem»cl der Erzväter, die Vielweiberei entschuldi-gen wollte: so muß man bedenken, daß GOtt auchnicht wollte, daß Israel einen König haben sollte,und ihnen den ersten König im Jörn gab; adcr dec-»?ach — da eS nun einmal ein Königreich war, ließsich GOtt zu ihrer Constitution herab, und gab ihnenauch den Mann (David) nach seinem Herzen --Auch muß man die Denkungsart und beweggrundeder Männer Gcvrtes von >enen, die nur.fleischwaren, wohl unterscheiden. Anm. d. R.