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Unparteiischer Abriß christlicher Grundwahrheiten von dem sel. Ger. Tersteegen hinterlaßen, nun aber um des vortrefflichen und wichtigen Inhalts willen von Freunden des Verf. dem Druck übergeben
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ii8 Neuntes Kapitel.

allen göttlichen Dingen und Wahrheiten hat,und folglich die Vernunft, welche ihr licht,fast wie der Mond von der Sonne, von demerleuchteten Verstände ziehen müßte, in diedickste Finsterniß, in Ansehung geistlicher undgöttlicher Sachen, gestürzet, und zu einemNest voll allerhand Irrthümer, Ausschwei-fungen , und ganz thörichter Einbildungenund Eigensinnigkeiten geworden ist.

15. Fr. Wie über die dritte Eigenschaft des Geistes:das Gewissen, oder erinnernde Wohlgefallen?

A. Dieß ist gleichfalls des göttlichen Lichts,Friedens, Freude, Trostes und Zuversichtberaubt; und hingegen wie verschlossen, fin-ster, zweifelhaft, scrupulös, ungewiß undirrig geworden: so daß es oft nicht weiß,was gut oder böse, wahr oder falsch, erlaubtoder nicht erlaubt sey (Röm. 14,1?.); dem-nach-sonderlich, wann es in der Buße rechtaufgewacht sich oft betrübt und ängstiget,wo es sich nicht dürfte noch würde ängstigen,wenn der Verstand recht erleuchtet wäre; jaauch hingegen und meistens sich tröstet und er-freuet, wo es nicht seyn soll: im Grundeaber ist es beflecket (a) mit Sünden-Schuldund Strafe, Verdammung, Furcht, Unru-he, Kleinmüthigkeit und Mißtrauen.

(a) Titum i, 15. Den Reinen ist alles rein, de«Unreinen aber und Ungläubigen ist nichts rein,sondern unrein ist beides ihr Sinn und Ge-wissen.

16. Fr.