Von den guten Engeln. 8Z
ist zu wissen: i) daß in der Ewigkeit *),eigentlich zu reden, keine solche Zertheilungoder Unterscheidung des Orts Statt hat,sondern alles ganz ist**), und ist also Lichtund Finsterniß, Himmel und Hölle, was dieEntlegenheit des Orts angeht, gar nicht fernvon uns; sondern beides ist, so wohl an die-sem Ort und in dieser Welt, als außer der-selben , obwohl vor unsern äußerlichen Augenverborgen; so etwa, wie des Tages die Fin-sterniß in dem äußeren Lichte der Sonne ver-borgen ist, und nicht gesehen werden kann,ob sie gleich wirklich da ist. Keines aber vonbeiden, nämlich Himmel und Hölle, Licht undFinsterniß, kann in Ewigkeit eines das andereergreifen, noch sich mit demselben vermischen,sondern es ist zwischen beiden eine großeAlufc befestiget, Lucäi6,26. — 2) In demHimmel, oder in dem inwendigen, und vorunseren Augen verborgenen ewigen Lichtewohnet GOtt (s. r Tim. 6, 16.) und alleheilige Engel, allwo lauter Leben, Friede,Liebe, Wonne und Seligkeit offenbar ist, undempfunden wird. — z) In der Hölle oderin der tiefen, vor unseren Augen verborgenenund sich gleichfalls durch diese ganze Welterstreckenden Finsterniß, wird der Teufel,
sammt
*) I» der unsichtbaren Geisterwell.
*5) Der Verstand dieses Satzes entdeckt sich in denbald folgenden Worten: „sondern beides ist u.s.w."
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