Zweites Kapitel.
denn eS stehet geschrieben: Die Rache ist mein,Ich will vergelten, spricht der HErr. So nundeinen Feind hungert, so speise ihn, dürstetihn, so tränke ihn. Wenn du das thust, sowirst du seurige Kohlen aufsein Haupt samm-lcn. Laß dich nicht das Böse überwinden , son-dern überwinde das Böse mit Gutem. S. a.i B. Sam. 25, Zi. Iesaia zo, 6 — 9.
Z.) Daß, wenn wir schon gerecht undfromm zu leben suchen, wir uns daraus nichtsdünken laßen, weil es allein GOttes Geistund Gnade ist, daß wir die geringste Liebe undTüchtigkeit zu einigem wahrlich guten undgerechten Werk in uns verspüren (a); viel-weniger daß wir uns einbilden, deßwegeneiniges Recht zur Seligkeit zu haben (b);sondern allezeit in Erkenntniß unserer Sün-den und Ungerechtigkeit, GOtt von Herzenflehen um den wahren Glauben, wodurch wirder Gerechtigkeit seines Sohnes theilhaftigwerden, und also vor seinem gerechtenGericht m Ihm erfunden, und gerechtgesprochen werden mögen. Phil, z, 9.
(s) 1 Eorinth. 4, 7. Denn wer hat dich vorge-zogen? Was hast du aber, das du nicht empfan-gen hast ? So du es aber empfangen hast, wasrühmest du dich denn, als der es nicht empfan-gen hatte.
(b) 1 Korinth. 4, 4. Ich bin mir wohl nichtsbewußt, aber darinnen bm ich nicht gerechtferti-get: der HErr ist es aber, der mich richtet.
27. Fr. Warum wird GOtt barm her ziggenannt?
A. Weil er so gar gütig ist gegen seine
Ge-