Ali tastn sie
Von GOtt und dessen Vollkommenheiten. 2Z
(->) Psalm IZ-), ?—ro. Wo soll ich hingehenvor deinem Keift? und wo soll ich hinfliehenvor deinem Angesicht? — Führe ich gen Him-mel, so bift du da; bettele ich mir in dieHolle: siehe! so bist du auch da. Nahme ichFlügel der Morgenrothe, und bliebe am äußer-sten Meer; so würde mich doch deine Handdaselbst führen, und deine Rechte mich halten.Jmgl.Jerem.2Z, 2Z. 24. Bin ich nicht einGOct, der nahe ist, spricht depHErr, undnicht ein GOtt, der ferne sey? — Meynest du,daß sich jemand so heimlich verbergen könne,daß ich ihn nicht sehe? Bin ichs nicht, derHimmel und Erde füllet? spricht der HErr.S. a. Iesaia 66, r. Apostelg. 17, 28. 29.
12. Fr. Wozu muß dich diese AllgegemvartGOtteSbewegen?
A. l) Ihn an allen Orten und Enden anszubethen, mit ihm umzugehen, mein Herzvor ihm auszuschütten, und meine Gedan-ken, wo ich gehe, stehe, sitze oder liege, aufihn zu richten; weil er bei mir ist, und aufmich siehet: wie auch Ihn zu sehen und anszubethen in allem, was ich äußerlich sehe,höre,' schmücke und rieche, Psalm 149,^4. 7»gs;. — 2) In kindlicher Furcht und Scheuvor seinen heiligen Augen zu wandeln; alsodaß ich trachte, nichts zu denken, zu redennoch zu verrichten, als was seiner heiligenGegenwart gefallen kann; —und daß ich gernzufrieden bin, daß Er Zeuge sey von allemmeinem Dichten und Beginnen. — F) Mich>— wenn ich also kindlich und ehrfurchtsvollvor Ihm wandele — auch alsdann vor keiner. B 4