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1 (1836)
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Dieß also die bescheidene Hütte, in welcher HuldreichZwingli, der kirchliche Reformator der Schweiz, geboren ward(1. Jänner 1484), dessen Namen immerdar, neben Luthers Na-men , in den Jahrbüchern der Menschheit bleiben wird. Dieß alsodie Umgebungen, unter welchen in reiner Gebirgslust, beiuat'cvierthalbtausend Fuß über dem Meeresspiegel, der Mann d,eSpiele und Träume seiner Kindheit genoß, der nachmals dieWeltmonarchie des römischen Stuhls gewaltiger erschütterte, alses vor ihm Kaiser und Könige vermocht hatten.

Beim Anblick dieser Hütte und ihres vom Alter schwarzenGebälkes drängen sich der Seele des Vorüberwandernden un-widerstehlich, mit den großen Erinnernngen, ernstere Betrachtun-gen auf. Der gewöhnlichste Gedanke pflegt zu seyn: Wer hättedem unbeachteten Knaben, dem Sohne eines Dorfammannes, seingroßartiges Schicksal weissagen mögen, als er im zehnten Jahre daskleine Vaterhaus verließ, um in Basel die Schule zu besuchen?Eine Frage, die auch bei allen berühmren und unberühmten Men-schen wiederholt werden könnte. Eben so wenig ist es eines Er-staunens werth, daß Männer, welche wahrhaft groß und dauer-haft durch Jahrtausende aus das Loos der Menschheit einwirkten,selten oder nie Hochgeborne oder aus der Reihe der sogenanntenErdengötter waren, sondern von niedriger Herkunft. Denn derErdengötter und Gewaltigen sind wenige; die größere Menschen--nasse der Nationen besteht ans Leuten gemeinen Stammes undVermögens. So sind nothwendig darunter auch der ausgezeichne-tern Geister mehr vorhanden, als unter Wenigen. Aber was dieseAusgezeichneten immerhin Herrliches leisteten^ sie verrichteten esnicht einmahl aus eigener Kraft. Sie waren nur Werkzeuge in derunsichtbaren Hand einer höhern Gewalt; waren geweckt durch Er-fahrung und Schicksal; hingelenkt zum Ziel durch Lebensumstände, diesie kaum erkannten, und die unabhängig von ihnen erschienen; warenbegünstigt in ihrem Werk von der Stimmung des Jahrhunderts, vomZusammenschlagen aller Verhängnisse und Verhältnisse des Zeitalters.Zweifle doch Niemand, es leben Tausende und aber Tausende indunkler Vergessenheit unter uns, mit reichern Schätzen des Geistesausgestattet, als Cäsar und Napoleon, alsMahomed undManek, als Praxiteles und Rafael von Urbino, alsLuther und Zwingli. Sie haben zu allen Zeiten gelebt. AberGott entzog ihnen das Jahrhundert und die Gelegenheit.

Hinwieder haben andere Männer durch einen einzelnen Ge-danken ungeheure Weltveränderungen hervorgebracht, von denen