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welche an diesem Gebirg 3--»4666 Stück Vieh in den Alpe«weiden, ihrer Andacht pflegen mögten. Auch eine Wohnung, oderein Klösterlein für einige Kapuziner, fugte er hinzu, welchedaselbst des Gottesdienstes Sorge trügen, Sommers und WinterS.Als darauf der heilige Vater zu Rom (im I. 1696) noch reich-lichen Ablaß hieher ertheilte, begann bald großes Wallfahrten zumwunderthätigen Bilde „unsrer lieben Frau zum Schnee."Denn die Väter Kapuziner ließen es nicht an Ermunterung, er-baulichen Geschichten und guter Bewirthung der Pilger mangeln.Dafür flößen ihnen der frommen Gaben und Almosen viel. ESwurden Wirthshäuser gebaut. Aber den besten Tisch und denwohlgefülltesten Keller fand der Reichere bei den ehrwürdigen Vä-tern selbst; Wildpret, Forellen und Geflügel, italienische undElsasser Weine fehlten nicht.
Doch noch im Anfang des vorigen Jahrhunderts kannten,ausser den Hirten, die dort in anderthalb hundert Sennhüttenlängst dem Gebirg zerstreut lebten, und ausser den Pilgern wenigeReisende den Rigi. Sogar der alte Naturforscher Joh. Jak.Scheuchzer zog im I. 1766 auf seiner fünften Vergreise gleich-gültig an ihm vorüber, und erstieg dafür lieber den gegenüberstehenden Pilatus.
Erst gegen die Mitte des vorigen Jahrhunderts ward derRigi, (die monlium, Königinn der Berge) durch er-
habene Pracht einer unermeßlichen Aussicht, die er gewährt, be-rühmter; und bald auch von Freunden der landschaftlichen Natur-schönheiten, oder von neugierigen Reisenden, Naturforschern, undvon Kranken besucht, denen die Aerzte Alpenluft oder Molkenkurenverordnet hatten. Von da an mehrten sich die Gasthäuser undihre Bequemlichkeiten. Seit den lezten 26 Jahren wurden derennoch auf der sogenannten "Staffel" nur eine Viertelstunde unterdem Berggipfel oder "Kulm" und auf dem Kulm selbst gebaut,blos 38 Pariserfuß tiefer, als die lezte Spitze des Rigi, aufwelcher sich noch ein Signalgerüst, 5576 Fuß über dem Meer,erhebt. Die ehmals schroffen, oft lebensgefährlichen Pfade hinaufverwandelten sich in breite, bequeme, sichre Wege für Fußgängerund Reiter, daß selbst Frauenzimmer, ohne Uebermüdung, ohneFurcht, hinaufwandeln mögen.
Seitdem sieht man droben in den Sommermonden das Stelldicheinvon Reiselustigen aus der größern Hälfte unsers Welttheils, welcheZerstreuung, oder Gesundheit, oder Belehrung, oder das Schauspielaußerordentlicher Naturwunder suchen. Der Brite begegnet da dem