Im JOrc
1877
Dr. Jultu^ Nietz
Tod der Htänigin-Wtttwe -Marie.
UedersüArung derköniglichen Leichenach Vrcsden.
^ des Sächsischen KanMlMses
Mittwach /12. ScMnwrr.
eute Mittag ist der königliche Benerakullsikdirector Dr. Juliup Metzhier verstorben. Als der Sohn eines königlichen kannnernmstkus in
Berlin am 28. December 1812 geboren / gehörte Rletz schon nn 16. Lebensjahre alsVioloncellist dem Grchester des TXönlgstädtischen Theaters daselbst an. Von FelixMcndelssohn-Bartholdy wurde er 1834 nach Düsseldorf berufen / um diesen alsMusikdirector bei dem Immermann'schen Theater zu unterstützen; jedoch schon 18.4zübernahm er dort die städtische Mustkdirectorstelle. Im Jahre 1847 ging er alsKapellmeister des Stadttheaters nach Leipzig / wo ihm nn folgenden Jahre auch dieDirectlon der Gewandhausconcerte übertragen wurde / der er sich seit 1854 / nachdemer die Stellung am Theater aufgegeben / neben semer Mirksamkelt als Lehrer amTonservatormm ausschließlich widmete. In dieser Periode compomrte er die Gpern „Der
aus die Bearbeitungneuer Ausgaben derMerke Beethoven's/Mendelssohn's undMozart's. Von derphilosophischen Facultätder Universität Leipzigerhielt Rietz bei Ge-legenheit des Schiller-festes im Jahre 1859 dieEhrendoctorwürde; nnvorigen Jahre wurdeer aus Anlaß semes40 jährigen Dlngenten-jubiläums durch die Er-nennung zum Generalmusikdirector ausge-zeichnet.
Torsar" und „GeorgNeumark" / mehrereGuverturen / Sympho-niecn / Tonccrtstückc /Lieder und Männerge-sänge. Nach Reißigcr'sTode wurde er 1860 alsHoskapellmeister nachDresden berufen; mdieser Stellung hat erseme Meisterschaft alsDirigent und Mustk-kenner glänzend bewährt.Als Tompomst war erhier nur wenig thätig/richtete vielmehr allenFleiß aus seine musika-lisch-kritische Thätigkeit /
Gcncratlnusilidirecror Or. Metz.
Dmmtrstng / iZ. September.
^ achmittags 5 Uhr ist die verwittwete Königin IRllNe ans ihrer
Meinvergsvilla zu Wachwitz sanft verschieden. Die Verewigte / alsTochter des ivömgs Maximilian I. Joseph von Bayer, i am 27. Januar 1805geboren / war seit dem 24. April i8zz mit dem Könige Friedrich August II.
vermählt; seit dem am 9. August 1854 m Tyrol erfolgten Tode ihres Gemahls lebtedie Entschlafene in stiller Furückgezogcnhclt theils in Dresden in dem königlichen Palaisaus der Augustusstraße / theils aus ihren, Sommcrsttze in Machwitz. HD»
Mrint-ig /17. Septtnwcr.
orgestern Abend wurde die Teiche der d-Hingeschirdenen Königin Müttcdurch ihren Beichtvater / Dofkaplan Seul / feierlich eingesegnet und
sodann / geleitet von einer Abtheilung Gardereiter / bet Fackelbelcuchtung über Loschwltz
und durch
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