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Chronik des Sächsischen Königshauses u. seiner Residenzstadt vom 18. Juni 1853 bis zum 18. Juni 1878
Entstehung
Seite
295
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und Heiner Residenzstadt Kk-.

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dem Hoheit Feste eiitgegenzuiiehmcn. Enie Dcputatioii der beideii Ständckammcrnbrüigt dem Köiitgspaare im Namen der Landesvertretung zwei Stiftungen / jede nur100,000 Thalern Capital / voit denen dlc entc für allgemeine Bilduiigszwccke / dieandere zum Besten des weiblichen Geschlechts bestimmt ist / mir der Bitte dar / dieErrichtung dieser Stiftungen und ihre Bezeichnung als „König Johann-Stiftungund „Kömgm-Amallcn-Stiftung" zu genehmigen und über die Verwaltung undVerwendung ihrer Einkünfte Verfügung zu treffen. Je sechs Mitglieder des Rathesund des Stadtverordnctencollegmms / geführt vom (Oberbürgermeister Pfotenhauer/überreichen eine Stiftung der Residenzstadt unter dem Namen „Johann Amalien-Stlftung" mit einem Kapitale von 20,000 Thalern für wohlthätige Zwecke zufreier Verfügung des Jubelpaares. In semer Erwiderung auf die Ansprache desOberbürgermeisters macht der König den Vertretern der Stadt die Eröffnung / daßnach einer Entscheidung des deutschen Kaisers die Bestimmung Dresdens als Festungnicht langer aufrechterhalten bleiben / vielmehr alle der Entwicklung der Stadt durchdie Befestlgungswcrke auf Altstadter Seite und durch die Schanze Nr. 10 bei derVorstadt Neudorf auferlegten Beschränkungen unverzüglich wegfallen sollen. HK,

ahlrciche Hof- und Staatsbeamte und Civilpersonen werden aus Anlaß desFestes durch Rangerhöhungen und (Ordensverleihungen ausgezeichnet; der(l>berhofmcistcr der Königin und Kämmerer von Mlnckwltz / sowie der GcneraldircctorGraf von Platcn-Hallcrmund werden zu wirklichen Gehennen Rathen / dervortragende Rath nn Gesammtmimstcrium und Director des HauptstaatsarchwsDr. von Weber zum Gehennen Rathe ernannt. — (Oberhalb der Augustusbrücke istmit Rücksicht auf den wahrend der nächsten Festtage zu erwartenden starken Verkehreine Schiffbrücke geschlagen worden. ^

Freitag / 8. Oovcmvrr.

nch stellte nehmen der König und die Königin von Vormittag? 9 Wr anin ihren Tinnucrn die Mickwunsche zahlreicher Deputationen entgegen.

Den Vertretern der nichtsachstschen Regimenter / deren Inhaber König Jostannist / des z. ostpreußlschcn Grcnadlerregnnents Nr. 4 / des 15. bayrischenInfanterieregiments und des z. österreichischen Dragonerregiments / folgt / geführt vondein Gencralfcldmarschall Kronprinzen Albert und dem General der Infanterie PrinzenBeorg / die Deputation des sächsischen Armeecorps / bestehend aus dem Kriegsminister /sämmtlichen Generalen / Commandeurs und dienstfreien Stabsofstcieren nebst Deputierender sächsischen Regimenter / deren Thef der König ist. Nach der Huldigungsrede desKriegsministers verkündet der König eine Reihe von Verleihungen und Beförderungenals Zeichen seines königlichen Wohlwollens für die gcsammte Armee: Dem 2. Grenadierrcglment „Kaiser Wilhelm / König von Preußen" Nr. 101 werden zu Ehren semeshohe»: Thefs die Gardclnzcn / bei den Gfstctercn m Gold / bei den Mannschaften mweiß / dem Gardereitcrregiment ein paar silberne Pauken für das Trompeterchorverliehen; der Kriegsminister Gencrallieutenanr von Fabrlce wird zum Generalder T avalerie befördert / den Generallicutenants von Rabenhorst / Grafvon Holtzendorff / von Schrelbcrshofen und von Hake m Würdigung frühergeleisteter Dienste der Charakter von Generalen der Infanterie / den (Obersten Rudorffund Funcke / den (Oberstlieutenants Walther und winkler der erbliche Adelsstandverliehen. Für diese und weitere Auszeichnungen drückt Kronprinz A Nu n den Dankder Armee aus. Um 12 Uhr empfangen die Majestäten im Eckparadesaale der 2. Etage

des Schlosses

W

(-. Lr.

Im Iniirr1872

Stiftungen.

Wegfall der Bc-festignngowcrke.

An§zetchm»igcn.

Schiffbrücke.

Empfang der Ver-treter der Armee.

Verlechungen.