Im Bahre1872
Voglimtl vawison
Ggrengilvcn für dieköniglichen Minzen.
desi Sächsischen kicmigshauses
nf dem Annenbirchhofe an der Theninitzer Straße wird der an? 1. Februarberstorbene frühere tzofsch.mspieler Bogmnil Dawifon zllr Ruhe bestattet.
Als der Sohn armer israelitischer Elteril am iZ. Mal 1818 zu tVarschaugeborell / trat er zuerst 1837 auf dem polnischen Theater seiner Vaterstadt/dann in tVüna aus. Am 9. August 1841 betrat er in Bauernscld's Lustspiel „Derlegte Abenteurer" zum erstell Male die deutsche Bühne in Lembcrg. Fünf Jahre spaterfaßte er den Entschluß / steh ausschließlich dem deutschen Theater zu wldmen undfand im Februar 1847 am Thaliatheatcr in Hamburg / nu Gctobcr 1849 am WienerBurgtheatcr Stellung. (Obwohl er bereits hier höheren Ausgabe»: / namentlich mShakespeare'schen Dramen / als Antomus m „Julius Tasar" / als Hamlet und
Richard III. / erfolgreichnachstrebte/wurden docherst Dresden / wo eram z. Juli 1852 zumersten Male austrat/und München / wo er1853 Gastrollen gab / dlcAusgangspunkte seinesRuhmes. ZahlreicheGastspiele unterbrachenseine künstlerische UArk-samkcit iil Dresden / mwelcher er nicht nur seil:klassisches Repertoirevervollständigte / sondernauch die Werke neuererDichter / wie Laube's/Gutzkow's / Gott-schall's und Brach-
Wogumil Dawison als „Richard III."
vogel's / durch genialeDarstellung der Haupt-rollen auf der Bühneeinbürgerte. 1864 gab ersein Engagement m Dres-den auf und unternahmGastspielreisen / die ihnnn Jahre 1866 atlch »lachNordamerika führten.Voll dort kehrte ergeisteskrank zurück undverbrachte »loch fünfleidensvolle Jahre inDresden m stiller Villaall der Wiener StraßeNr. 2. Dawlson wareine durchaus originelleRünstlererscheinung undbehauptete durch geist-
volle Auffassung der künstlerischen Ausgaben und durch Virtuosität der Darstellungeinen hervorragenden Rang unter den Schauspielern stiller Zeit. ^
Dienstag /12. Marz.
m heutigen Iahrest.ige der Mcbbchr des Kronprinzen ? Wert ausdem französischen Feldzuge werden beiden Möglichen Minzen die ihnen
von der Hauptstadt gewidmeten Ehrengaben durch eine Deputation desRathes und der Stadtverordneten überreicht. Das Geschenk für denRronpritlzen hat die Form emes pstilertisches: Eine m Bronce ausgeführte Victoriaaus rundem Sockel tragt eine Platte voll Ebenholz / in welcher unter Glas ein silbernerLorbeerkranz mit vergoldeten Blattern und emer emaillirtcn Schleife in den deutschenReichsfarben liegt; innerhalb des Kranzes befindet sich ein goldner Wappenschild mitder Widmungsinschrlst. Dem Prinzen Bevtg hat die Stadt eine in vergoldeterBronce ausgeführte Statuette der aus dem Altmarkte aufgestellt gewestnen Hcnz eschenGermania auf einem Postamente von Zöblitzer Serpentinstem verehrt.
Freit.in
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