und Heiner Residenzstadt
Sonnrag /16. April.
eutr früh 4 Uhr starb hier der Geheime Medicinalrath Dr. HermannWalt her. Am 15. Mai 1815 als der Sohn eines Regimmtshnarticr-
meistcrs bei der Garde du Corps zu Dresden geboren und auf der Fürstenschulcin Meißen vorgebildet / hatte derselbe von Ostern 1834 bis zum August 1838an der Universität Leipzig Medicm studut / ließ sich 1842 m Dresden als Arzt niederund wurde hier am 27. November 1849 als Oberarzt der medicimschen Abtheilung desStadtkrankenhauscs angestellt. Am 20. Juiu 1861 wurde er an Dr. von Ammon'sStelle zum Leibarzt des Königs Johann / nn April 1865 zum Präsidcnte»» deslieuerrichteteii Landesmedicmalcollegiums ernamit. Mit Rücksicht aus seine angegriffeneGestnidhcit legte er seine Stellung am Stadtkrankenhausc am 1. Mal 1869 nieder.
In den von ihm be-kleideten Aemtern wieauch durch Organisationder freiwilligen Kranken-pflege im Jahre 1866und wahrend des leg-ten Krieges hat sichWalther hohe Ver-dienste erworben.
Das erste Reservelazareth / welches am16. August 1870 in derNeustadter Kciterkasernemir IOOO Betten eröffnetund im October ausI2OO Betten gebrachtwurde / hat bis zu semeram 31. März erfolgtenSchließung 7286 Kranke
Heheimcr Medicinalrath Dr. Zvalrher.
und Verwundete ver-pf legt / von denen 210 ver-storben sind. Die Mehr-zahl der Verpflegtenlitt an innern Krank-heiten / nur 777 derselbenwaren Verwundete. Derhöchste Krankenbestandmit 1092 Mann stel ausden 5. November 1870. —Die Zahl der nn Hospi-tale der Dlakonhfenan-stalt vom 21. September1870 bis zum 15. April 1871verpflegten Krieger be-trägt 52.
Seit gestern ist dieWiederherstellung desMonuments zum An-
denken an den Kurfürsten Moritz / welches wegen des Baues einer Fahrstraße anStelle der Augustusallec versetzt werden mußte / vollendet.
Mittwoch / 26. April.
uf dem Dhrattrplatzr wird Vormittags II Uhr der Grundstein gelegtzzu dem nach dem Entwürfe des Professors Gottfried Semper wieder
auszubauenden königlichen Hoftheater. HL?
Mittwoch / z. Mai.
um Dtrector der königlichen Gemäldegalerie ist der Professor an derköniglichen Akademie der bildenden Künste Dr. Julius Dübner ernannt
worden. — Die hinterlajfenen Werke des am 23. Februar im 42. Lebensjahrehier verstorbene»! Bildhauers Friedrich Wilhelm Schwenk werden in der
Werkstätte des Künstlers (Elisenstraße 3) öffentlich ausgestellt. HK
Dienstag
L. «r.
An 5Wrc
1871
Geh. MedicinalrathDr. Walther 4-
Lazaretgwesen.
Moritzmonument.
Grundsteinlegungzum ltzostheatcr.
Professor HüvnerGalericdirector.
Bildhauer Schwenk'SWerke.
MS. 269 W-