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Chronik des Sächsischen Königshauses u. seiner Residenzstadt vom 18. Juni 1853 bis zum 18. Juni 1878
Entstehung
Seite
178
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des. Sächsischen tillinMauses

Dienstag /16. Fciiruar.

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Freiherr von Mantenffel / welcher in voriger Dacht

von Berlin hier angekommen ist / wird Vormittags vom König

ohann / dem er em schreiben des Königs von Preußen überbringt/empfangen und hat sodann eine längere Unterredung mit dem StaatsministerFreiherr« von Bcust. Nachmittags ist er zur königlichen Tafel geladen. — Die vomRäckniyplayc nach der Bürgcrwicsc führende „Bürgerwicsenstraße" hat den NamenPorticusstraße" erhalten. ^

Sonnalirnd / 27. Miruar.

lls Schleswig traf gestern Dachmittag der erste Transport verwundeterOesterreichs hier ein / nachdem Vormittags König Johann die zu

ihrer Aufnahme in dem Leipziger und dem Schlcsischen Bahnhöfe und imGarnisonhospitale getroffenen Vorkehrungen besichtigt hatte. Heute Vormittagerfolgt in Anwesenheit des Kronprinzen Alvert und unter den Klängen der von einemMilltärmufikchore ausgeführten österreichischen Nationalhymne die Mciterfahrt derVerwundeten nach Böhmen. ^

Sonntag / iz. März.

rgcn dco mn 10. Miirz rrfolgtru tzliischridcii!, drst KöiiiM Marninitan IIVon Bayern ist vorgestern am königlichen Dose auf drei Deichen Trauer

angelegt worden.

KM

m Saale der „Tonhalle" (Glacisstraßc 6) wird unter dem Vorsitze des ProfestorsDr. ruecl. Digard von hier eine Landcsvcrsammlung der Ausschüstc fürSchleswig-Holsteii! abgehalten. ^

Sonnabend / 9. April.

önlg JoHann empfangt den außerordentlichen Akgesandten deF KönigsTudivig II. von Bauern / Bencrallteutenam Delpn von Ka koche/

welcher die Anzeige von der Thronbesteigung des Königs überbringt. Hierauf überreichtder bayrische Gesandte Freiherr von Glse sein neues Beglaubigungsschreiben. 25

Mittwoch / iz. April.

rr Grg.inist an drr ctiMMlisthrii Doflurchc / Dr, Johann «iäorlloliKchnridcr / ist hcutc früh gcstorvcii. Am 28. Gttolirr 1789 zu

Altgcrsdorf bei Zittau geborcii / studirte er seit i8iv in Leipzig die Rechte/wurde aber schon 1811 Organist an der dortigen Universttätskirche und einJahr später an der Hauptkirche zu Görlitz. 1825 trat er das Amt des Hoforgamstenin Dresden an und übernahm 1832 auch die Directlon der Dreyßig'schen Singakademie.Schneider genoß den Rus cmcs hervorragenden Orgelspielers und Orgelcompomsten.

Montan

c. (Zr.

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