2Z3
gegen Unterthanen, aber nicht gegen Berner, —und derselbe Landvogt, der in seiner Vogtci nurfür seinen Vortheil sorgte — verwaltete die Ein-künfte Berns in Bern mit gewissenhafter Pünkt-lichkeit. — Als die Franzosen die Schweiz besetz-ten, sotten sich im Berner Schatz L MillionenSchweizerfranken in baarem Gelde, und r6 Mil-lionen in Obligationen befunden haben, welchesErsparnisse von den Landvogtcien und denen imAuslande dienenden Schweizerregimentern waren.Ich äußerte gegen einen Bcrner meine Ver-wunderung hierüber, daß bei dem herrschendenEgoismus der Excellenzen doch so viel sich im Schatzedes Staats gefunden. Allein der Berner wundertesich hierüber weniger wie über meine Verwunderung;— denn er meinte, daß ein Berncr nie so eigen-süchtig oder so corrumpirt seyn konnte, daß er sicheinen Liar von dem zueigene was Bern zugehorc. —Gerade wie bei den Atheniensern, die eine beson-dere Moral gegen die harten, welche innerhalb den.Ringmauern wohnten, und eine besondere gegendie, die außerhalb waren.
Das macht Berns Geschichte so interessant, daß