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Seide, Gold, Edelsteinen und goldene» Ketten be-deckt. — In der Vorhalle der Kirche ist ein Ge-mälde, in welchem dargestellt wird, wie dem BruderNicolaus die gottliche Klarheit erscheint, und wieer hiedurch über das Wesen der Gottheit belehretwird, und daß alle Dinge, so aus Gott kommenund so wieder in ihn zurück gehen, wie die ein undausfahrenden Strahlen der Erscheinung. — Sosagt die alte Inschrift.
Dieser Nicolaus von der Flühe war ein äußerstmerkwürdiger Mensch. AuS einem angesehenenGeschlechte des Landes entsprossen, diente er bisins st^te Jahr seinem Vaterlande, ließ zwei vonseinen Söhnen in Basel und Paris studieren —und lebte als geschickter Landwirth auf dem ererbtenSitz seiner Väter. — Durch einen innern Drangnach Einsamkeit und dem Umgange mit Gott ge-trieben, nahm er 1464 Abschied von seinem Vater,seiner Frau und seinen erwachsenen Kindern, undzog in eine Einode des Melchthales, eme Stundevon Sächsele». Sein angenehmer Ernst, seinefreundliche Heiterkeit zog jeden zu ihm, der Rath,der Trost oder Beruhigung bedürfte.