IZT.
Bricnz im Haslitbale, i; Sept.
Ich habe den Weg von Luzern über Winkel nachStanz genommen. Indem wir über den See fuhren,erzählten uns die Schiffer folgende Begebenheit.„Voriges Jahr, um diefe Zeit, fuhren wir einenHerrn aus Zürch über den See. Er bezahlte unsdas Fahrgeld voraus, und war ganz lustig. SeineBrieftasche und seinen Überrock legte er hinter insSchiff. Er fragte, wie tief der See sey, und alswir antworteten, daß man hier keinen Grund finde,sagte er uns Adje, und sprang hinein. — Wirwurden in Scanzstadt verhört, und erzählten denHergang der Sache. In seiner Brieftasche fand sichein Blatt, auf dem er meldete, daß ihm das Lebenleid sey, — man möge sich keine Mühe geben, we-der ihn zu retten noch seinen Leichnam zu suchen —er habe sich mit Steinen beschwert. Dasselbe hatteer an seine Anverwandten nach Zürch geschrieben;diese kamen üi der Nacht nach Luzern, und glaub-ten ihn noch zu finden, als sie die Nachricht erhiel-ten , daß er schon geendet habe. Die Ursache seine.'Lebensüberdruß soll, wie die Schiffer erzählten, einmißlungener Heirarhsplan gewesen seyn. Er war
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