Druckschrift 
1 (1811)
Entstehung
Seite
150
Einzelbild herunterladen
 

1O0

an Lebensmitteln so armen Gegend Das

Elend sell über alle Beschreibung gewesen seyn;nnd doch klagten die Einwohner nicht über die Russen.

AlS wir eine Strecke durch das Schöllenenthalherunter waren, so fanden wir an den Abhängender Felsen die Alpenfohren oder den kriechendenKrummholzbaum, und »och etwas tiefer die Roth-tannen. Man sieht wie sehr die Lage auf die Ve-getation wirkt, in dem kalten Schöllenenthalc blei-ben die Alpenfohren tausend Fuß tiefer als im Ur-sercn Thale die Tannen.

Die Via rrmla wird oft mit dem wilden Schöl-lenenthale an der Teufelsbrücke verglichen, und vielescheinen der Meinung zu seyn, man brauche jenenicht zu besuchen, wenn man das Schöllencnthalegesehen.

Mir scheint, daß sich beide nicht wohl mit einandervergleichen lassen, da beide wegen ihrer verschie-denen Höhe über dem Meere einen andern Karak-ter haben. In der Via rnaia ist der üppigste Tan-nenwuchs im Schöllencnschlunde nichts wie Kryp-togamen nichts als Moose und Flechten. Auchsind in der Via inala die Felsen steiler und höher.